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Lokales Bürgermeister-Wahl in Leipzig: Liebscher und Tolle im Gespräch – Vertagung beantragt
Leipzig Lokales Bürgermeister-Wahl in Leipzig: Liebscher und Tolle im Gespräch – Vertagung beantragt
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17:06 18.06.2013
Juristin Peggy Liebscher ist als Kandidatin für das Amt der Sozial-Bürgermeisterin im Gespräch. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Nachdem lange Zeit klar schien, dass sich SPD, Linke und Grüne wohl für die Amtsinhaber entscheiden würden, kommen mit Peggy Liebscher und Marcus Tolle weitere Kandidaten ins Spiel. Ob die Wahl des Wirtschaftsbürgermeisters sogar verschoben werden muss, entscheidet sich morgen.

“Anders als Peggy Liebscher ist die Personalie Marcus Tolle in den anderen Fraktionen kaum bekannt“, sagte FDP-Fraktionschef Reik Hesselbarth. Seine Fraktion, im Rat mit vier Abgeordneten vertreten, möchte Tolle mehr Zeit einräumen, um sich im Gespräch mit den Parteien bekannt zu machen. Deshalb beantragt die FDP-Fraktion im Stadtrat, die Wahl des Wirtschaftsbeigeordneten auf die Sitzung am 10. Juli zu verschieben.

Leipzig. Der Stadtrat Leipzig wählt am Mittwoch die Bürgermeister für die Dezernate Ordnung (Heiko Rosenthal, Linke), Soziales (Thomas Fabian, SPD) und Wirtschaft (Uwe Albrecht, CDU) neu. Nachdem lange Zeit klar schien, dass sich SPD, Linke und Grüne wohl für die Amtsinhaber entscheiden würden, kommen mit Peggy Liebscher und Marcus Tolle weitere Kandidaten ins Spiel. Ob die Wahl des Wirtschaftsbürgermeisters sogar verschoben werden muss, entscheidet sich morgen.

Linke-Fraktionschef Sören Pellmann hält das für unnötig. „Unsere Fraktion hat mit den Kandidaten gesprochen. Außerdem konnte man alle schriftlichen Bewerbungen einsehen“, sagte er gegenüber LVZ-Online. Seine Fraktion könne am Mittwoch eine fundierte Entscheidung treffen. Auch Pellmann hält Tolle, der ehemals die Wirtschaftsförderung Sachsen-Anhalts leitete, „durchaus für fachlich geeignet“. Die Favoriten der Fraktion seien aber wohl doch die Amtsinhaber.

Die Liberalen im Stadtrat und auch der CDU-Kreisvorstand unterstützen die Bewerbung Peggy Liebschers (35) für den Bereich Soziales. Tatsache ist: Wenn die Juristin, Mitglied der sächsischen Staatskanzlei und im CDU-Landesvorstand, bestätigt würde, wären die Christdemokraten überproportional in der Führungsriege der Stadt vertreten. Sie stellen dann Albrecht, Liebscher und Torsten Bonew (Finanzen) als Beigeordnete. Rechtlich ist das zwar nicht zu beanstanden, doch die Sächsische Gemeindeordnung empfiehlt, dass die Dezernenten nach Parteien-Proporz im Stadtrat vergeben werden sollten.

In Leipzig war das bereits zur Wahl des Baubürgermeisters Thema. Die Sozialdemokraten konnten ihren Kandidaten Martin zur Nedden nicht mehr durchbringen. Das Amt ging bei der Wahl im Mai an die Berliner Architektin und Professorin Dorothee Dubrau, die von Bündnis90/Die Grünen unterstützt wurde. Die Grünen, mit elf Sitzen im Stadtparlament vertreten, hatten bis dato keinen Bürgermeistersitz.

lyn / K.S.

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