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Lokales Bundesärztekammer: Gute Noten für Leipzigs Herzzentrum in Probstheida
Leipzig Lokales Bundesärztekammer: Gute Noten für Leipzigs Herzzentrum in Probstheida
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23:59 14.01.2015
Herz-Op in der Klinik für Herzchirurgie am Herzzentrum Leipzig-Universität (Archiv - und Symbolbild). Quelle: dpa
Leipzig

Landauf, landab sind sie derzeit unterwegs, um deutsche Transplantationseinrichtungen zu kontrollieren. Ob da halt alles medizinisch wie rechtlich "sauber" abläuft. Sprich, nach klar vorgeschriebenen Regeln transplantiert wurde. Zwar vertrauten da die Probstheidaer Herzmediziner ihren weißen Westen beziehungsweise Kitteln, doch so eine Prüfsituation entbehrt ja doch nicht jeglicher Spannung.

Unter die Lupe genommen wurden die Transplantations-Patienten aus den Jahren 2010 bis 2012, die in einem "Höchstdringlichkeitsverfahren" bei Eurotransplant zu einer Herztransplantation angemeldet waren. Wurden da die Kriterien und Vorschriften für eine entsprechende "höchstdringliche Listung" eingehalten und somit alle Angaben korrekt übermittelt?

Und um es vorweg zu nehmen: Die Abordnung - bestehend aus Transplantationskollegen und Vertretern der Bundesärztekammer - hatte reinweg nichts zu beanstanden. "Jeder, der in unserem Haus auf ein neues Herz wartet, kann sich sicher sein, dass es bei der Organvergabe in jedem Fall und zu jeder Zeit korrekt zugeht", betont der Ärztliche Chef des Herzzentrums, Friedrich-Wilhelm Mohr. Die jetzt erfolgte Kontrolle habe einmal mehr bestätigt, dass das hauseigene Transplantationszentrum "über sehr gute und transparente Organisations- und Behandlungsstrukturen" verfügt.

Die Leipziger können sich im Bereich der thorakalen Transplantation, die neben dem Herz auch die Verpflanzung der Lunge umfasst, zu den drei größten deutschen Transplantationszentren zählen. "Seit 2004 wurden bei uns rund 380 Herztransplantationen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt. Im Vorjahr wurden 21 Herzen transplantiert", so Alexander Friebel von der Unternehmenskommunikation. Aktuell stünden 61 Patienten auf der Warteliste für ein neues Organ. Und immer häufiger müsse während der Wartezeit auf ein Kunstherzsystem zurückgegriffen werden, das die "eigene Pumpe" des betreffenden Patienten dann über Jahre hinweg durchaus unterstützen kann.

Doch weil ein solches künstliches System häufig auch Komplikationen zeitigt, sei die Herztransplantation für die Betroffenen die einzig dauerhafte Versorgungsmöglichkeit. Allerdings könne "die Zahl der verfügbaren Spenderorgane den akuten Bedarf nicht ansatzweise decken", verweist Mohr. Er sieht es jetzt als wichtige gesellschaftliche Aufgabe, "verloren gegangenes Vertrauen in das deutsche Organspendesystem zurückzugewinnen" - und damit auch wieder verstärkt Menschen für die Organspende zu motivieren.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.01.2015

Angelika Raulien

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