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Lokales Bundespräsident Köhler eröffnet Bach-Archiv in Leipzig - Besucherandrang am Sonnabend
Leipzig Lokales Bundespräsident Köhler eröffnet Bach-Archiv in Leipzig - Besucherandrang am Sonnabend
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09:54 13.10.2016

Bundespräsident Horst Köhler kam am Sonntag - dem 325. Geburtstag Johann Sebastian Bach (1685-1750) - zum feierlichen Empfang. Er würdigte das Archiv mitsamt dem dazugehörigen Museums als kulturellen Leuchtturm. Zugleich mahnte er einen achtsamen Umgang mit den Archiven in der Bundesrepublik an. Das Bach-Archiv und das Bach-Museum waren in den vergangenen zwei Jahren für sieben Millionen Euro komplett umgebaut und erweitert worden.

„Arbeit im Archiv, Forschung an der Überlieferung: Das ist Arbeit am Erhalt des kulturellen Gedächtnisses der Nation“, sagte Köhler. Wie gefährdet dieses Gedächtnis sei, hätten in den vergangenen Jahren der Brand der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar oder der Einsturz des Kölner Stadtarchivs gezeigt. „Vieles kann - durch Unachtsamkeit, manchmal sogar durch Schlamperei und kriminelles Handeln verursacht - unrettbar verloren gehen“, sagte der Bundespräsident und fügte hinzu: „Sind wir achtsam“.

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 Bereits am Samstag hatten zahlreiche Musikinteressierte bei einem Publikumstag das neue Bach-Archiv und das Museum erkundet. Fast 3000 Menschen kamen bei freiem Eintritt in die modernen, nun voll klimatisierten Räume. Archiv-Geschäftsführer Dettloff Schwerdtfeger war mit dem Andrang hochzufrieden. „Wenn man mit Bach was macht, kann man sich auf die Leipziger verlassen“, sagte er.

 

 Das vor 60 Jahren gegründete Bach-Archiv gilt als führend bei der wissenschaftlichen Erforschung von Leben und Werk Johann Sebastian Bachs. Es ist im historischen Bose-Haus untergebracht, vis-à-vis der Thomaskirche, wo Bach 27 Jahre, von 1723 bis 1750, als Kantor wirkte und viele seiner Kantaten und Motetten uraufgeführt wurden.

 

 Das Bach-Museum soll als „Schaufenster der Wissenschaft“ dienen. Bundespräsident Köhler zeigte sich erfreut, dass dort dank der modernen Bedingungen nun auch Originale aus der Feder Bachs präsentiert werden können. „Das wird sicher viele Besucher von überallher neu anziehen“, sagte er. Vor dem Umbau kamen jährlich 30 000 Interessierte. Jetzt hoffen die Verantwortlichen auf 40 000 bis 50 000 Besucher pro Jahr.

 

 Im Museum wurde am Sonntag Bachs 325. Geburtstag gefeiert, wie immer mit einer Torte. Auch in Bachs Geburtsstadt Eisenach (Thüringen) gab es Veranstaltungen zu Ehren des Barockkomponisten. Bei einem Kantatengottesdienst erklang Bachs-Messe in A-Dur.

Anschließend legten der Vorsitzende der Neuen Bachgesellschaft, Martin Petzoldt, und Eisenachs Oberbürgermeister Matthias Doht (SPD) am Bachdenkmal einen Kranz nieder. Im Bachhaus wurde die Sonderausstellung „Bachs Passionen - Zwischen Tradition und Oper“ eröffnet. Bis zum 30. September informiert sie über Bachs Johannes- und Matthäus-Passion.

dpa

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