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Lokales Bundeswehr stellt General-Olbricht-Kaserne für Flüchtlinge bereit
Leipzig Lokales Bundeswehr stellt General-Olbricht-Kaserne für Flüchtlinge bereit
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23:26 29.09.2015
In der General-Olbricht-Kaserne in Leipzig-Gohlis werden Flüchtlinge untergebracht. Quelle: Leipzig report
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Leipzig/Dresden

 Die Bundeswehr stellt auf dem Gelände der General-Olbricht-Kaserne in Leipzig-Gohlis Flächen für die Erstaufnahme von Flüchtlingen zur Verfügung. Wie das Landeskommando Sachsen am Dienstag mitteilt, haben das Berliner Verteidigungsministerium und die Bundeswehrabteilung „Territoriale Aufgaben“ den Hilfsantrag aus Sachsen genehmigt.

Zunächst müsste aus Gründen militärischer Sicherheit das Areal auf dem Gelände der Olbricht-Kaserne abgezäunt werden, so Oberstleutnant Christoph von Löwenstern gegenüber LVZ.de. Der Bereich für die Flüchtlinge soll dann über einen separaten Zugang möglich sein. Auf dem Gelände der Olbricht-Kaserne stellt die Bundeswehr eine Sporthalle mit Sanitäreinrichtungen zur Verfügung. „Darin könnte man bis zu 200 Menschen unterbringen“, so von Löwenstern. Ob das ausreiche, oder auch provisorische, winterfeste Unterkünfte auf dem Außengelände an der Halle aufgebaut werden, müsse die Landesdirektion entscheiden. Die Behörde habe bis zu 700 Plätze am Bundeswehr-Standort in Gohlis angefragt.

Gegenwärtig prüfe die Landesdirektion, welche Flächen angeboten werden, so Behördensprecher Ingolf Ulrich auf Anfrage. Erst wenn das feststehe, könne man im Detail über die Nutzung entscheiden.

Die Streitkräfte bieten das Areal für einen begrenzten Zeitraum an. „Wenn sich die Situation entspannt und wieder mehr Menschen in Unterkünfte der Kommunen umziehen können, werden wir das Areal wieder nutzen“, so der Bundeswehr-Sprecher weiter. Ein genauer Zeitpunkt sei nicht vereinbart. Für die Soldaten in Leipzig, die sportliche Prüfungen ablegen müssen, will die Bundeswehr sich nach Trainingsmöglichkeiten in städtischen Sporthallen umsehen.

Das Innenministerium des Freistaats hatte um Unterstützung bei der Einrichtung und dem Betrieb von Notunterkünften in Kasernen in Leipzig und Frankenberg gebeten, erklärte das sächsische Landeskommando. Die Verhandlungen mit einem Betreiber für die Wettiner Kaserne im sächsischen Frankenberg seien bereits so weit fortgeschritten, dass dort noch in dieser Woche der Aufbau beginnen könne. Im Rahmen der Bundeswehraktion „Helfende Hände“ seien dafür Soldatinnen und Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 angefragt.

Von Evelyn ter Vehn

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