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CDU für „Platz der Friedlichen Revolution“ - Einheitsdenkmal soll auf Wilhelm-Leuschner-Platz

CDU für „Platz der Friedlichen Revolution“ - Einheitsdenkmal soll auf Wilhelm-Leuschner-Platz

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hat für seine Absicht, das Freiheits- und Einheitsdenkmal auf dem Leuschner-Platz zu erbauen, christdemokratische Rückendeckung bekommen.

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Der Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Die CDU-Fraktion hat sich nach Angaben ihrer Vorsitzenden Ursula  Grimm „mit großer Mehrheit“ - konkret mit einer Enthaltung - für den Leuschnerplatz ausgesprochen.

Der Platz sei zentral und liege am Ring, also an der Route der Demonstrationen von 1989. Grimm räumte ein, dass es zwar kein originärer Schauplatz sei wie etwa der Augustusplatz. Dafür aber gebe es auf dem Leuschnerplatz eine größere Gestaltungsfreiheit als auf dem Augustusplatz. „Der ist völlig überfrachtet“, ergänzte Unions-Stadtrat Stefan Billig.

Für den Leuschnerplatz spricht nach Ansicht der CDU auch, dass er sowieso aufgewertet werde. So wird die katholische Propsteikirche gebaut, ebenso soll dort die Markthalle hochgezogen werden. Und: Dort wird eine Station des City-Tunnels sein. „Der Platz wird sehr belebt sein“, sagte Fraktionsvizechef Konrad Riedel.

Die CDU will zudem den westlichen Teil des Leuschnerplatzes, auf dem das Denkmal hinkommen wird, umbenennen. Er soll künftig „Platz der Friedlichen Revolution“ heißen. Auf dem anderen Teil bleibe es beim Namen Leuschnerplatz,

Grimm bekräftigte das grundsätzliche Ja ihrer Fraktion zum Denkmal, für das Bund und Land Geld geben wollen. Berlin stellt fünf Millionen Euro zweckgebunden zur Verfügung, Dresden 1,5 Millionen Euro. Am 9. Oktober 2014, dem 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution, soll das Denkmal eingeweiht werden. Es handele sich um ein Geschenk der Bundesrepublik an die Leipziger. „Geschenke schlägt man nur aus, wenn es dafür sehr triftige Gründe gibt. Das ist hier nicht der Fall“, so die Fraktionschefin.

Sie sagte, es gehe nicht um eine örtliche Erinnerungsstätte für den Oktober 1989, sondern „um ein Nationaldenkmal, das den gesamten Prozess der Überwindung der Teilung Deutschlands würdigt“. Durch das Erkämpfen der Freiheit im Osten sei der Weg zur Einheit frei geworden. Die europäische Dimension dieses Prozesses solle mit einbezogen werden.

Grimm glaubt nicht, dass die Mehrheit der Leipziger das Denkmal nicht wolle. Der Widerstand liege an einer „grottenschlechten Kommunikation seit Beginn“. Dabei sei „sehr viel Porzellan zerschlagen worden“. Fraktionsvizechefin Sabine Heymann meinte, es sei egoistisch, wenn von Teilnehmern an den Montagsdemos gesagt werde, sie würden ja noch leben und brauchten daher kein Denkmal. Die Leipziger Erinnerungskultur, so Grimm, verfüge über viele Gedenkorte an den tatsächlichen Ereignisstätten wie Nikolaikirchhof und "Runde Ecke". Beim Denkmal handele es sich um eine andere Bedeutungsebene. „Beides darf nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

Der internationale Wettbewerb zur Gestaltung des Denkmals wird im zweiten Halbjahr 2011 ausgeschrieben. „Da sollten wir den größtmöglichen künstlerischen Freiraum lassen“, forderte Heymann.

Ulrich Milde

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