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Lokales CDU in Leipzig wählt Clemen zum Vorsitzenden – Parteiführung mahnt zu Geschlossenheit
Leipzig Lokales CDU in Leipzig wählt Clemen zum Vorsitzenden – Parteiführung mahnt zu Geschlossenheit
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13:58 04.05.2013
Der neue Vorsitzende der Leipziger CDU, Robert Clemen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Dennoch votierten 47 der 220 stimmberechtigten Mitglieder gegen Clemen. Er kam damit auf ein Wahlergebnis von knapp 79 Prozent. Zu seinen Stellvertretern wurden Rolf Seidel (75,2 Prozent), Cornelia Blattner (57,8) und Gerd Heinrich bestimmt (56,4).

Der 45-jährige Clemen bot jenen, die ihn nicht unterstützt hatten, Gespräche an: „Ich werde mit Ihnen über Ihre Erwartungshaltung reden. Ich stehe dafür, Brücken zu bauen, die entstandenen Gräben zuzuschütten und dem einen oder anderen zu helfen, über seinen Schatten zu springen.“

Rolf Seidel riet ebenfalls dazu, die Grabenkämpfe und Streitereien hinter sich zu lassen. „Eine Partei ist kein geeignetes Podium für Egozentriker“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes und rief zu Geschlossenheit auf: „Einigkeit macht stark. Lassen Sie uns dieses Kapitel begraben, es hat uns nicht zur Ehre gereicht.“

Die Beteiligten hoben damit auf die Spaltung der Leipziger CDU in zwei Lager ab. Die Spannungen waren nach der Niederlage von Horst Wawrzynski bei der Oberbürgermeisterwahl im Februar offen zu Tage getreten. So gibt es eine Gruppe um Volker Lux, den Chef der Kommunalpolitischen Vereinigung, und den Bundestagsabgeordneten Thomas Feist, die „einen modernen Konservatismus“, wie sie es nennen, bevorzugt. Ihnen gegenüber steht mit Parteisprecher Andreas Nowak, dem ehemaligen Fraktionschef Alexander Achminow, der Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla sowie Schatzmeisterin Cornelia Blattner eine weitere Gruppierung, die die Politik „einer breit aufgestellten Volkspartei“ fortsetzen möchte.

Detlef Schubert hatte sein Amt als CDU-Kreisvorsitzender nach der verlorenen OBM-Wahl niedergelegt. Robert Clemen wird nun sein Nachfolger. Er ist seit 1999 Landtagsabgeordneter und seit 1991 Mitglied im Kreisvorstand der Christdemokraten. 2005 trat er als Kandidat bei der Oberbürgermeisterwahl in Leipzig an und erhielt knapp zehn Prozent der Stimmen. Als Stadtoberhaupt wurde damals Wolfgang Tiefensee (SPD) wiedergewählt.

M.O./maf

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