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Lokales CDU will Bundesgartenschau 2029 nach Leipzig holen
Leipzig Lokales CDU will Bundesgartenschau 2029 nach Leipzig holen
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22:14 23.11.2016
Der Auensee – laut CDU könnte er Teil der Bewerbung um eine Bundesgartenschau 2029 werden.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Leipzig könnte Ausrichtungsort einer Bundesgartenschau (Buga) 2029 werden. Das meint zumindest die CDU-Stadtratsfraktion, die einen diesbezüglichen Antrag an den Stadtrat gestellt hat. „Leipzig hat die Buga verdient. Uns geht es aber nicht darum, ein paar bunte Beete anzulegen“, betont Achim Haas, der Vorsitzende des Fachausschusses Umwelt und Ordnung. „Die Buga muss ein Experimentierfeld für innovative Stadtentwicklung werden.“ Da sei besonders in einer wachsenden Stadt nötig. Vorrangig müssten zwar neue Wohnungen, Schulen, Kitas und Brücken gebaut werden und die Verkehrsströme reguliert werden, so CDU-Stadträtin Sabine Heymann. „Wir müssen aber auch dafür sorgen, die Attraktivität Leipzigs zu erhalten.“ Und so negative Effekte mildern.

Als eine potenzielle Fläche schwebt der CDU der Leipziger Norden vor, in dem der Auensee und sein Umfeld reaktiviert, die Parthe mit Elster beziehungsweise Luppe besser verknüpft, der Scherbelberg als Ausflugsziel nutzbar gemacht oder der Richard-Wagner-Hain – auch als Veranstaltungsort – belebt werden müssen. „Wir könnten uns aber auch das Elsterbecken als Ruderstadion vorstellen“, so Heymann. Als Alternative wäre der Leipziger Osten denkbar, der durch die Umnutzung von Bahnbrachen für gewerbliche Ansiedlungen, verkehrliche Infrastruktur sowie Gestaltungs- und Freiräume attraktiver werden könnte. „Dabei möchten wir bewusst an das Projekt Parkbogen Ost anknüpfen, das von einer interessierten Bürgerschaft getragen wird“, so Heymann. Dort wäre Platz für Veranstaltungshallen oder Themengärten wie am Postbahnhof oder Bahngelände Rosa-Luxemburg-Straße. Möglich sei auch eine Erlebbarmachung der Parthe vom Zoo bis zum Naturbad Nordost.

Die CDU hatte bereits 2012 vorgeschlagen, die Buga nach Leipzig zu holen. Eine „Risikobewertung“ des Umweltdezernates lehnt dies aufgrund hoher Kosten aber ab. Dabei wurde auf eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2000 verwiesen, mit der die Bewerbung für die Iga 2013 verworfen worden war. „Wir brauchen keine Kopien alter Konzepte, sondern neue Ideen“, fordert Haas. Er verweist auf Fördertöpfe des Bundes für nationale Stadtentwicklungspolitik, die man anzapfen könnte. Bis 2019 müsse Leipzig sich für eine Bewerbung entscheiden.

Einen Verbündeten sieht die CDU in Rüdiger Dittmar, den Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer. Der Diplomforstwirt und Landschaftsplaner hatte 2011 maßgeblich die Bundesgartenschau Koblenz ((Rheinland-Pfalz) vorangebracht, die 3,5 Millionen Besucher zählte und einen Gewinn von 13 Millionen Euro erwirtschaftete.
 

Von Mathias Orbeck

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