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Campus Connewitz: Baulärm zermürbt Anwohner

Campus Connewitz: Baulärm zermürbt Anwohner

Wenn vom Karli-Beben die Rede ist, dann denken viele Anwohner am Campus in Connewitz nicht zuerst an die Aktionen von Händlern und Gastronomen zur Belebung der Karl-Liebknecht-Straße während laufenden Trassenerneuerung in der Südvorstadt.

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Auf dem Gelände der HTWK wird gebaut - das kann auch für die Anwohner anstrengend werden. (Archivbild)

Quelle: André Kempner

Leipzig. "Wir haben regelmäßig unser eigenes Beben", beschreibt Jutta Burdack, die in der Eichendorffstraße 6 heimisch ist, die Situation. Seit zweieinhalb Jahren wird in ihrer Nachbarschaft ein Institutsneubau der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) errichtet - verbunden mit Lärm, Staub und kräftigen Erschütterungen.

Am 6. August sei beispielsweise eine Betonplatte, auf der zuvor ein Kran stand, weggehämmert worden, berichtet Burdack. 6.30 Uhr habe der brachiale Kraftakt begonnen, "die Wände wackelten, der Krach war unerträglich. Wer konnte, ergriff die Flucht". Eine behördliche Auflage, wonach erst ab sieben Uhr zu Werke gegangen werden darf, werde meist ignoriert. "Spätestens 6.40 Uhr wird der Bagger angeworfen." Alleine aus ihrem Haus seien schon zwei Familien ausgezogen, weil sie den Dauer-Ausnahmezustand nicht ertragen konnten.

Auch in dem betroffenen Bereich der Kochstraße liegen die Nerven blank - an einem Haus hängt ein Transparent auf dem "Ruhe" gefordert wird.

Beim sächsischen Staatsbetrieb für Immobilien- und Baumanagement (SIB), unter dessen Ägide das Bauvorhaben läuft, sind die Nöte der Anwohner bekannt. Bei Bauberatungen seien die ausführenden Firmen noch einmal darauf hingewiesen worden, lärmintensive Arbeiten nicht vor sieben Uhr zu beginnen", sagte SIB-Sprecherin Andrea Krieger auf LVZ-Anfrage. "Grundsätzlich wird das auch überwacht."

Hoffnungsschimmer für die von Lärm, Dreck und Beben Geplagten: Wenn das Wetter keinen Strich durch die Rechnung macht, soll die anstehende Asphaltierung des Außenbereiches zügig durchgezogen und Ende November das Gebäude an die HTWK über­geben werden. "Parallel zu noch an­stehenen, nicht lärmintensiven Rest­leistungen, wird dann nach und nach eingezogen", erklärte Krieger. Der Studienbetrieb in dem neuen Domizil starte dann im Sommersemester 2015.

Ursprünglich sollte der rund 26 Millionen Euro kostende Komplex schon zum demnächst beginnenden Wintersemester zur Verfügung stehen. Die Verzögerung sei im Wesentlichen dem langen Winter 2012/2013 geschuldet, hieß es vom SIB. Nutzer des nach den Plänen des Dresdner Büros AWD Architekten hochgezogenen Gebäudes wird die bisher in Markkleeberg ansässige HTWK-Fakultät für Maschinenbau und Energietechnik sein.

Auf 5000 Quadratmetern Nutzfläche gibt es nach der Vollendung Praktikumsräume, Kabinette, Büros und Maschinensäle, ins Erdgeschoss kommt ein attraktives Foyer. Ein markantes Äußeres hat der langgestreckte Bau durch eine Fassade aus lackierten Metall-Platten. Finanziert wird das Bauvorhaben vom Freistaat Sachsen und dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2014

Mario Beck

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