Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Chefarzt Niederwieser wünscht sich José-Carreras-Gala zurück nach Leipzig
Leipzig Lokales Chefarzt Niederwieser wünscht sich José-Carreras-Gala zurück nach Leipzig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:59 23.12.2014
Von Michael Thomas
Bertram Kober vor seiner Fotografie "Sacro Monte di Oropa 1". Quelle: Wolfgang Zeyen

Der Leipziger Fotograf Bertram Kober hat sie neu entdeckt und inszeniert die Architektur und ihr biblisches Interieur auf seine Weise. Kobers Farbbilder sind derzeit im José-Carreras-Haus des Leipziger Universitätsklinikums zu sehen. Es ist eine sehr spezielle Darstellung für die Sinne.

Die Heiligen Berge boten mithin den stimmungsvollen Rahmen für die traditionelle Weihnachtsfeier der Abteilung Hämatologie und Internistische Onkologie und des Vereins Zusammen gegen den Krebs. Dieses Innehalten vor dem Fest fand schon zum 17. Mal statt. Mit Chefarzt Dietger Niederwieser ist es in den vergangenen Jahren zu einem festen Ritual geworden. Der Professor ließ erneut das vergangene Jahr Revue passieren, er lobte sein Team von Ärzten, Schwestern, Laboranten etc. und verwies darauf, dass es dank dieses "Goldschatzes" gelang, 2014 acht Prozent mehr Patienten zu betreuen - "und das ohne zusätzliche Betten und Personal". Niederwieser sprach von einem "harten, aber erneut erfolgreichen Jahr". Hochspezifische Patientenbetreuung geht an seiner Klinik einher mit weltweit anerkannter wissenschaftlicher Arbeit. Leipzigs Leukämie-Forschung ist längst global vernetzt. So konnten vor wenigen Tagen auf dem weltgrößten Fachkongress in San Francisco 50 Studien, die in Leipzig entstanden, präsentiert werden.

Niederwieser, der bald 20 Jahre in Leipzig tätig sein wird, dankte ebenso Vereinen und Stiftungen, die erneut mit oft großzügigen Spenden ihren unverzichtbaren Beitrag zur Verbesserung von Behandlung und Forschung leisteten. Emotionaler Höhepunkt der Weihnachtsfeier war die Internet-Zuschaltung von Maria Höfl-Riesch. Die Sportlerin des Jahres 2014 übermittelte aus dem österreichischen Kitzbühel Weihnachtsgrüße. Als Botschafterin der Stiftung "Ein Herz für Kinder" hatte sie jüngst die Leipziger Spezialklinik besucht und eine prominente Spende übergeben. Dabei lernte sie den kleinen Leopold kennen, der sich derzeit einer Leukämie-Therapie unterziehen muss. "Leopolds Schicksal hat mich tief bewegt, also habe ich über meine Kontakte dazu aufgerufen, dem Jungen mit Geschenken eine besondere Weihnachtsfreude zu bereiten", so Maria Höfl-Riesch. 17 Pakete lagen unterm Tannenbaum.

Freude darüber natürlich auch beim Professor, der aber in besinnlicher Stunde mit kritischen Worten nicht sparte. Von notwendigem Bürokratie-Abbau war da die Rede wie er die Forderung erhob, dass die José-Carreras-Gala wieder nach Leipzig gehört. "Der MDR muss handeln", so Niederwieser. Danach wurde gesungen - Oh du Fröhliche. Die Heiligen der Sacri Monti waren stille Zuhörer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Mayer, Thomas

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Leipzig ist Vorbild in Sachen Flüchtlingspolitik - zu diesem Schluss sind am Montagabend die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion unter dem Motto "Gelingende Integration im Leipziger Norden?" gekommen.

23.12.2014

Seit Wochen ziehen die selbst ernannten Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) durch Dresden und andere Städte, wenden sich gegen eine Überfremdung Deutschlands, kritisieren die Asyl- und Flüchtlingspolitik des Bundes, der Länder und Kommunen.

23.12.2014

Wenn heute alle ihre Geschenke auspacken, ist Mark Hegewald im Stress. Der Leipziger Weihnachtsmann rast Heiligabend von Familie zu Familie. Sein Ziel: den schönsten Tag des Jahres unvergesslich machen.

23.12.2014
Anzeige