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Chefs der Stadtholding im Interview: „Leipzigs Wachstum ist unsere Chance“

Leipzigs Stadtholding Chefs der Stadtholding im Interview: „Leipzigs Wachstum ist unsere Chance“

Im stadteigenen Firmenreich sieht es nicht rosig aus: Die Stadtwerke schwächeln, die Übernahme der Verbundnetz Gas AG ist in die Hose gegangen und die Verkehrsbetriebe benötigen viel Geld. Die LVZ sprach darüber mit Norbert Menke und Volkmar Müller, Geschäftsführer der Stadt-Holding LVV.

Norbert Menke (53, r.) und Volkmar Müller (55, l.) blicken optimistisch in die Zukunft. Beide sind Geschäftsführer der städtischen Holding Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV), zu der Stadtwerke, Wasserwerke und Verkehrsbetriebe gehören. Die LVV hat aktuell rund 50 Mitarbeiter und will noch auf bis zu 60 Mitarbeiter wachsen, weil dort noch weitere Aufgaben der drei angegliederten Unternehmen konzentriert werden. Das Jahresbudget der LVV betrug im vergangenen Jahr acht Millionen Euro.
 

Quelle: André Kempner

Leipzig.  Im stadteigenen Firmenreich sieht es nicht rosig aus: Die Stadtwerke schwächeln, die Übernahme der Verbundnetz Gas AG ist in die Hose gegangen und die Verkehrsbetriebe benötigen viel Geld. Die LVZ sprach darüber mit Norbert Menke und Volkmar Müller, Geschäftsführer der Stadt-Holding LVV.

Wird Ihnen nicht angst und bange, bei so großen Herausforderungen?

Norbert Menke: Bange machen gilt nicht. Wir blicken auf ein sehr gutes Jahr zurück.

Wirklich?

Menke: Unser Jahresabschluss ist mehr als vorzeigbar. Die Investitionsquote liegt nochmals deutlich über der der vergangenen Jahre. Ohne neue Nettoverschuldung. Wir haben die letzten Jahre in der Ertragskraft bei allen Unternehmen zugelegt.

Volkmar Müller: Die Stadtwerke haben 2015 bei geringerem Umsatz deutlich mehr erwirtschaftet. Ihre Gewinnabführung von 54 Millionen Euro ist mehr als zufriedenstellend. Die Verkehrsbetriebe haben gezeigt, dass sie mit dem Geld aus dem Verkehrsleistungsfinanzierungsvertrag auskommen. Und wir haben deutlich bessere Ergebnisse bei den Wasserwerken erzielt. Mit der Reduzierung unserer Verschuldung sind wir ebenfalls zufrieden.

Wie stark sind die Schulden gesunken?

Müller: Von 2010 bis 2015 haben wir im Konzern die Bankschulden von 690 auf 610 Millionen Euro abgebaut. Wir sind zudem Risiken losgeworden, die außerhalb unseres Geschäftsfeldes liegen. Wir sind also deutlich gestärkt aus den vergangenen Jahren hervorgegangen. Damit sind wir gut für alle Herausforderungen gerüstet.

Zentraler Ertragsbringer sind die Stadtwerke. Womit verdienen die noch Geld? Die Gas- und Dampfturbinen-Anlage ist gerade noch kostendeckend, weil sie Strom zu teuer produziert. Die Holz-Kraftwerke in Bischofferode und Piesteritz schreiben nur eine schwarze Null, die Netzentgelte sind überschaubar. Nur die Fernwärme bringt noch Geld. Das reicht doch nicht auf Dauer, um die 60 Millionen Jahresgewinn zu liefern, die die LVV braucht.

Menke: Alle Unternehmen, die konventionelle Erzeugungsanlagen betreiben, geraten in ganz Deutschland unter Druck. Sie produzieren weniger bei deutlich gefallenen Marktpreisen. Das geht auch an unseren Stadtwerken nicht spurlos vorüber. Dieses Unternehmen hat aber auch große Bereiche mit stabilen Erträgen – zum Beispiel das Netzgeschäft und die Fernwärme. Die müssen wir hegen und pflegen. Die Bereiche, in denen wir deutlich weniger Geschäft sehen, werden umorganisiert. Der Energiemarkt ändert sich dramatisch und wir müssen uns darauf einstellen.

Die Stadtwerke haben schon Rückstellungen aufgelöst, um den letzten Gewinn abliefern zu können.

Müller: Das waren Rückstellungen für Risiken aus dem operativen Geschäft. Wenn die Gefahren nicht mehr gegeben sind, werden die selbstverständlich aufgelöst. Die aufgelösten Rückstellungen lagen im unteren zweistelligen Millionenbereich.

Haben Sie die missglückte Übernahme der Verbundnetz Gas AG verdaut?

Müller: Mit unserem Übernahmeangebot haben wir dort im letzten Jahr den Neuordnungs- und Restrukturierungsprozess in Gang gebracht. Das Angebot von uns und einem Finanzinvestor war so attraktiv wie möglich. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Denn wir haben unser Versprechen gehalten: Wir verwetten nicht die Ranch. Am Ende gibt es mit allen Beteiligten eine Lösung, die den VNG-Standort in Leipzig stärkt und den Sitz in Leipzig respektiert.

Sie meinen die Äußerung des EWE-Vorstandsvorsitzenden Frank Mastiaux, die VNG als eigenständiges Unternehmen und Groß-Steuerzahler in Leipzig zu belassen? Die Äußerung ist jederzeit revidierbar, es gibt kein schriftliches Abkommen. Deshalb halten sie viele für ein Lippenbekenntnis.

Müller: Ich glaube, es ist eindeutig mehr als das. Die VNG hat in ihrer jetzigen Gesellschafterstruktur eine gute Startposition, um sich in dem immer schwieriger werdenden Markt neu zu orientieren.

Menke: In einer guten Partnerschaft mit EnBW können wir weiter für unsere standortpolitischen Interessen eintreten und einen strategischen Beitrag für eine Neuausrichtung leisten. Wir sehen auch, dass die VNG durchaus Handlungsbedarf hat. Wenn man unser Engagement und unsere Selbstdisziplin bewertet, dann muss man schon sagen: Das war kein Rückschlag, sondern das war ein Riesenerfolg.

Sie stufen die gescheiterte Übernahme des größten ostdeutschen Energieunternehmens als Riesenerfolg ein?

Menke: Wir definieren kaufmännische Umsicht nicht als Scheitern. Wir haben uns schon 2013 sehr genau mit der Frage beschäftigt: Zu welchem Preis können wir das Erfurter Paket kaufen? Wie bringt es uns strategisch voran? Wir wissen heute, dass wir jedenfalls die Werthaltigkeit zu Recht kaufmännisch vorsichtig und konservativ eingeschätzt haben. Deshalb ist es ein Riesenerfolg, dass wir nicht überteuert gekauft haben. Da sind 60 bis 90 Millionen Euro allein in Sachen Erfurt, über die wir nun frei entscheiden können. Es ist ein Erfolg, solche Dinge seriös und umfassend anzugehen und jetzt aus anderer Position darauf zu achten, dass sich das Unternehmen an diesem Standort gut entwickeln kann. Dass es sich verändern muss – so wie sich der Energiemarkt verändert –, steht außer Frage.

Der LVV fehlen jetzt aber die großen Zukunftsprojekte – oder?

Menke: Wir haben ein zentrales Zukunftsprojekt: das Wachstum der Stadt und der Region zu gestalten. Es geht darum, unsere Infrastruktur und Dienstleistungen ans Wachstum der Stadt anzupassen. Und es geht darum, die CO2-Effizienz in einer wachsenden Großstadt voranzutreiben – also erneuerbare Energien in den drei Bereichen Strom, Wärme und Mobilität zu stärken. Das ist in den nächsten beiden Dekaden eine Riesenherausforderung und eine gigantische Investitionsaufgabe. Das ist unsere Chance.

Sie meinen, dass Sie damit die Mittel erwirtschaften können, die Leipzig für sein rasantes Wachstum braucht?

Menke: Wir haben uns in den letzten eineinhalb Jahren intensiv mit der strategischen Ausrichtung beschäftigt – mit der Gesamtgruppe und den einzelnen Unternehmen. Finanziell haben wir ein zentrales Ziel: Unsere Ertragskraft vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern in den nächsten fünf Jahren um 15 Prozent zu steigern und vom Haushalt der Stadt unabhängig zu bleiben. Das ist, wenn man sich die rapiden Veränderungen im Energiemarkt anschaut, eine große Herausforderung. Aber wir glauben, dass wir das hinbekommen. Mit unserer Strategie erarbeiten wir uns zusätzliche Freiheiten: Mehr operative Ertragskraft erlaubt mehr Investitionen.

Müller: Wir haben Effizienzpotenziale identifiziert und können uns Spielraum für neue Investitionen erarbeiten, die in Größenordnungen über dem Niveau der vergangenen Jahre liegen.

Wollen Sie noch weitere Rückstellungen auflösen?

Müller: Momentan nicht. Reserven größerer Natur haben wir nicht gebildet.

Werden noch städtische Firmen verkauft?

Menke: Es sind keine strukturellen Änderungen geplant.

Früher haben die Stadtwerke in Polen investiert, um ihre Gewinne zu steigern. Wie man hört, sind von dort im vergangenen Jahr zwölf Millionen Euro Gewinn nach Leipzig geflossen. Ist es eine Option, in Polen in neue Erzeugungsanlagen zu investieren?

Menke: Wir haben auch dort gute Wachstumschancen im Kerngeschäft – sprich im Fernwärmemarkt. Wir sind gut aufgestellt, die Stadt Danzig und die Region wachsen. Aus heutiger Sicht sind wir sehr zufrieden und investieren kontinuierlich in Erzeugungsanlagen im Wärmebereich. Wir haben auch Anlagen der Stadt Danzig übernommen. Wir tätigen im Moment gerade eine Großinvestition, um die Nachbarstadt Zoppod zu erschließen. Das ist ein großes Wachstumsfeld und die mit Abstand größte Investition unserer polnischen Firma GEPC in den letzten Jahren. Aber man muss immer sehr sorgfältig Chancen und Risiken abwägen. Nicht zuletzt wegen des Regierungswechsels mit der nationalen Ausrichtung der Energiepolitik ist eine neue strategische Lage entstanden. Projekte mit erneuerbaren Energien, die noch vor einem Jahr wirtschaftlich waren, sind mit der neuen Gesetzgebung unwirtschaftlich. Experten sprechen sogar von einem Anti-Windkraft-Gesetz. Deshalb ist eine größere Weiterentwicklung unseres Engagements bei den aktuellen Rahmenbedingungen nicht zu machen.

Bei den Wasserwerken sieht es etwas besser aus. Dort fiel der Gewinn im vergangenen Jahr unerwartet gut aus – statt 20 Millionen Euro kamen rund 30 Millionen Euro. Dafür kauft das Unternehmen aber auch Billig-Zähler und stellt sie seinen Kunden fürstlich in Rechnung.

Müller: Wir haben geeichte Wasserzähler eingebaut, so wie es die gesetzlichen Vorschriften erfordern. Wenn sich mal der eine oder andere Wasserzähler im Promille-Bereich als fehlerhaft erweist, dann werden die ausgetauscht. Das kann man nie ganz ausschließen.

Es drängt sich der Eindruck auf, dass städtische Unternehmen nur noch funktionieren, wenn sie ein Monopol haben.

Müller: Das stimmt so nicht. Aber es ist richtig, dass die Wasserwerke allein auf einem Markt der Daseinsvorsorge operieren und dabei effizient wirtschaften. Wir sind in der Lage, allen Anforderungen finanziell gerecht zu werden. Und da, wo wir historisch bedingt noch Defizite haben, sind wir mit einem ehrgeizigen Kanalsanierungsprogramm unterwegs, um in den nächsten Jahren diese Defizite aufzuholen und mit den Unternehmen aus den alten Bundesländern gleichzuziehen. Große Investitionen, wie zum Beispiel die Erweiterung der Kläranlage Rosental, können wir nur in Angriff nehmen, wenn wir ein im Kern gesundes Unternehmen haben. Und das haben wir. Deshalb können wir ganz zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stehen vor großen Herausforderungen: Die Stadt will mit ihrer Hilfe den größten Teil der Verkehrsströme bewältigen, die durch das rasante Bevölkerungswachstum immer größer werden. Neue Bahnen und Busse werden gebraucht, neue Werkstattkapazitäten und vieles mehr. Hat Ihre Holding genug Geld dafür?

Müller: Das haben wir ja schon gezeigt. Wir haben die Werkstätten in Heiterblick modernisiert und den Betriebshof Dölitz umgebaut, der vor wenigen Tagen in Betrieb ging. Und wir werden auch die Straßenbahnen, die wir bestellt haben, finanzieren. Das erste Fahrzeug soll ja Ende dieses Jahres hier in Leipzig präsentiert werden. Wir sind gut aufgestellt, um auch weitere Investitionen in der Zukunft durchführen zu können.

Menke: Wir erwarten die nächsten vier, fünf, sechs Jahre einen Fahrgastanstieg, der aber deutlich unter einer kritischen Grenze von 180 bis 190 Millionen Fahrgästen bleiben wird. Diese Größenordnung wird möglicherweise etwa 2030 erreicht werden und dann muss das System auch noch einmal deutlich überdacht werden. Nichtsdestotrotz gibt es intensive Überlegungen in der Gruppe, wie dieses Wachstumsszenario organisiert werden kann. Wir schauen sehr nachhaltig auf die LVB-Standorte, das Linienkonzept, das Verkehrsmanagement und die Fahrzeugflotte. Es geht immer darum, ob wir nachsteuern müssen. Aus heutiger Sicht ist das nicht erforderlich.

Es drohen auch Probleme direkt in den LVB. Das Unternehmen holt gerade seinen dritten Geschäftsführer an Bord, der wie seine beiden Kollegen über 200 000 Euro im Jahr verdienen wird. Ist das nicht ein bisschen arg großzügig?

Menke: Ich denke, dass die Geschäftsführer und der Aufsichtsrat darauf eingerichtet sind. Und insofern bringt das wahrscheinlich keine unübersehbaren Herausforderungen.

Sie müssen keinen Arbeitsdirektor als Geschäftsführer einstellen. Sie könnten diese Funktion auch einem der vorhandenen beiden Geschäftsführer übertragen. Oder dem neuen nur einen Abteilungsleiterposten geben.

Menke: Es entspricht der Übung bei den LVB, dass die Arbeitnehmerseite beim Arbeitsdirektor die Initative übernimmt. Das respektieren wir und insofern müssten Sie diese Frage vielleicht an anderer Stelle stellen. Wir haben mit dem LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg – der diese Aufgabe mittelfristig übernommen hat – eine gute Lösung.

Es heißt, der Neue wird als erste Amtshandlung die Löhne der LVB-Mitarbeiter in den Tochterunternehmen mit den niedrigen Gehältern erhöhen. Dann würde die LVB noch teurer für Ihre LVV-Holding.

Menke: Das entzieht sich meiner Kenntnis. Es gibt dazu langfristige verbindliche Regelungen zwischen den Sozialpartnern, die für uns maßgeblich sind.

Auch auf die Holding kommen schwierige Zeiten zu. Es heißt, der steuersparende Querverbund – mit dessen Hilfe Sie die Gewinne von Stadt- und Wasserwerken mit den Verlusten der LVB verrechnen – könnte bald nicht mehr zulässig sein. Das würde die LVV Millionen kosten.

Müller: Die Diskussion um die Zulässigkeit des Privilegs eines steuerlichen Querverbundes für Kommunen läuft schon lange. Wir gehen davon aus, dass der Querverbund erhalten bleibt.

Wie hoch wäre die finanzielle Einbuße, wenn der steuerliche Querverbund fällt?

Müller: Es wäre schon ein deutlicher zweistelliger Millionenbetrag.

Dann bräuchte doch die Stadt eigentlich gar keine LVV mehr – oder?

Menke: Wir haben uns spätestens seit 2008 über die reine Sicherstellung des steuerlichen Querverbundes hinaus entwickelt und jetzt eine Reihe von strategisch-steuernden Aufgaben im Konzernverbund übernommen. Deshalb macht diese Konzernstruktur Sinn – ob mit oder ohne Steuerspar-Verbund.

Von Andreas Tappert

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