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Lokales Chinesisches Neujahrsfest in Leipzig mit Musik, Tanz und 20 Gängen Essen gefeiert
Leipzig Lokales Chinesisches Neujahrsfest in Leipzig mit Musik, Tanz und 20 Gängen Essen gefeiert
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13:39 21.02.2018
Chinesiches Neujahrsfest im Restaurant China Welt. Auf dem Bild Katerina Luo (20). Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Auch die Chinesen sind, wie viele andere Asiaten, nun im neuen Jahr angekommen: Laut Mondkalender hat es am 16. Februar begonnen, am zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende. Luoding Lammel-Rath, Vorsitzende des Deutsch-Chinesischen Freundschaftsvereins mit Sitz in Leipzig, begrüßte am Freitagabend rund 50 Gäste – sowohl Landsleute als auch China-liebende Deutsche – zum chinesischen Neujahrsfest im RestaurantChinas Welt“ im Industriepalast.

Das Neujahrsfest ist das wichtigste Familienfest des asiatischen Landes, berichtete die Unternehmerin. „Wie Weihnachten in Deutschland. Die Menschen nehmen Urlaub und reisen zu ihren Familien. Dort wird tagelang gekocht, auch neue Kleider muss man haben“, erzählte die aus Shanghai stammende Geschäftsfrau, die mit einem Deutschen verheiratet ist. Gefeiert wird traditionell mindestens fünf, nicht selten aber auch 15 Tage lang. Vorgesetzte besuchen ihre Mitarbeiter, immer gibt es Essen und Geschenke – zum Beispiel Ginseng-Heilmittel, Honig oder Obst, verbunden mit dem Wunsch nach Gesundheit.

Zhiyuan Luo (20) zeigt einen 1300 Jahre alten chinesischen Hoftanz. Quelle: Dirk Knofe

In Leipzig leben nach Schätzung der 58-Jährigen etwa 1000 Chinesen. Viele sind Studenten der Universität Leipzig oder der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK). „Unser Verein ist wie eine große Familie, deshalb feiern wir zusammen jedes Jahr das Neujahrsfest und das Mondfest“, berichtete Fanlei Chen, Absolvent der HTWK und jetzt bei einem Unternehmen der Region angestellt. Studenten gestalteten auch das Programm des Neujahrsfestes, mit dem zugleich der Einzug des Frühlings gefeiert wird. Mit ihrer 21-saitigen Zither aus der Heimat spielte Sprachwissenschafts-Studentin Shiying Hao die Begleitmusik zum Essen. An allen Fingern hatte sie sich kleine Plättchen zum Zupfen der Saiten angeklebt.

Sinologiestudentin Xiangru Ren sang chinesische Lieder, Medienwissenschafts-Studentin Zhiyuan Luo führte einen Schleierärmel-Tanz auf, einen 1300 Jahre alten chinesischen Hoftanz. Junge chinesische Germanistikstudenten, die als Austauschstudenten an der HTWK ihr Deutsch im Fachgebiet Maschinenbau verbessern, demonstrierten originale chinesische Malkunst. Und eine Teezeremonie, die vom Reinigen der Kannen und der Teeschalen mit heißem Wasser über den „Aufguss des guten Geruchs“ zu mehreren „Aufgüssen des guten Geschmacks“ führte. Ihre Professorin Dagmar Hentschel reist selbst jedes Jahr an die Partneruniversität nach China.

Dazu wurde ausgiebig getafelt: Sage und schreibe zwanzig Gänge wurden in der Mitte der Tische auf drehbaren Glasplatten serviert, so dass sich jeder Gast davon bedienen konnte. Auf eine Köstlichkeit folgte schon die nächste: Garnelen und Fisch, Rindfleisch und Geflügel, Lammfleisch und Ente, Hähnchen, Meeresfrüchte und viel Gemüse gab es zu genießen. Auch in Leipzig dauerte das Essen mehrere Stunden.

Nachdem 2017 das Jahr des Hahnes war, folgt jetzt das Jahr des Hundes. „Das wird ein gutes Jahr mit viel positiver Energie. Hunde sind klug, ehrlich und fleißig. Und die Ziffer 8 in der 2018 ist noch ein zusätzlicher Glücksbringer“, freut sich Luoding Lammel-Rath.

Von Kerstin Decker

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