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Lokales Christa Fischer im LVZ-Leserglück
Leipzig Lokales Christa Fischer im LVZ-Leserglück
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17:55 03.09.2017
Erinnerungsfoto für LVZ-Leserin Christa Fischer (2.v.r.) mit den Schauspielern Daniela Keckeis, Julia Berke und Andreas Dyszewski (v.l.n.r.) vom Schauspiel Leipzig. Quelle: Foto: Regina Katzer
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Leipzig

Es ist eine lange Freundschaft, die Christa Fischer mit Leipziger Theatern verbindet. Die kulturbegeisterte Leipzigerin kennt etliche Inszenierungen der Musikalischen Komödie oder der Oper aus dem Effeff. „Ich habe schon seit Jahrzehnten ein Anrecht“, erzählt die 77-Jährige. „Saß unzählige Male im Zuschauerraum und wartete gespannt auf das Bühnengeschehen.“ Nun bekommt sie selbst eine Bühne: Christa Fischer gehört zu den Lesern, die im Rahmen der Aktion „LVZ-Leserglück“ einen Blick hinter die Kulissen des Schauspiels Leipzig werfen können. Damit nicht genug: Sie darf auch selbst in eine kleine Rolle schlüpfen. Das Theaterfest am vergangenen Freitag ist dafür der richtige Anlass.

Als ob das Ganze nicht schon aufregend genug wäre, könnte es noch dramatischer werden. Um welche Rolle es sich handelt, soll nämlich eine Überraschung sein. Immerhin kann Christa ihr Outfit mitbestimmen. Dazu hat Chefankleiderin Evelyn Ansorge eine kleine Auswahl an Kostümen aus dem Fundus mitgebracht. Die beiden Damen entscheiden sich für ein langes Kleid in zartrosa Seide. Dass das neue Gewand schon einige Inszenierungen erlebt hat, sieht man ihm zwar an. Doch Christa hat Humor: „Kleid mit leichter Ballonform – passt zu mir.“ Jetzt müssen noch ihre kurzen Haare theatertauglich gemacht werden. Damit sie unter einer Perücke verschwinden, werden sie von Maskenbildnerin Barbara Zepnick mit langen Nadeln festgesteckt. Dann beginnt das Schminken. „Erst die Grundierung, dann gehen wir ins Detail“, kündigen die Verwandlungskünstlerinnen aus der Maske an. Für Christa Fischer Gelegenheit, noch ein bisschen mehr von sich zu erzählen. „Meine kleine Rolle soll eine Art Vorprobe sein.“ Denn bald warten größere Aufgaben auf das Mitglied im Heimatverein Holzhausen: „Im Dezember werde ich bei ,Weihnachten um den Zuckelhausener Teich’ die Frau Holle spielen. Da brauche ich ein bisschen Erfahrung. Schließlich war ich im Berufsleben in anderen Bereichen zu Hause, habe Landwirtschaft studiert und fast 40 Jahre lang an der Uni gearbeitet.“ Nun ist Christa auf dem besten Weg zu einem Paradiesvogel. Mittlerweile hat sie nämlich eine weiße Perücke auf und bekommt gerade eine bunte Pfauenfeder in den Dutt gesteckt. Perfekt!

Nun aber auf zum versprochenen Blick hinter die Kulissen. Dafür ist Jens Glanze der richtige Begleiter. Der Inspizient führt die Nachswuchsmimin hinter die Bühne. Dort steht samt Monitor, etlichen Knöpfen und Mikrofonen sein Inspizientenpult. „Wir rufen die Mitwirkenden zu ihren Auftritten auf, geben den Technikern Zeichen für Umbauten oder Einspielungen. Zusammen sind wir für den reibungslosen Ablauf der Vorstellung zuständig“, so Glanze. Als Inspizient müsse man außerdem Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen.

Letzteres verkörpert auch Christa. Kein bisschen aufgeregt? „Nö.“ Jetzt erfährt sie Näheres über ihre Aufgabe: Als Paradiesvogel soll sie eine Pressekonferenz aufmischen. Im Rahmen des bunten Theaterfestes ist diese natürlich nur nachgestellt: Bühne frei für ein „Spielzeit-Medley-ReEnactment“ mit Daniela Keckeis, Julia Berke und Andreas Dyszewski. Da diese unter anderem den Schauspiel-Intendanten Enrico Lübbe und Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke darstellen, ist schon mal für Turbulenzen gesorgt. Für noch mehr ist gleich Christa zuständig. Zuvor soll die Holzhausenerin erzählen, wie sie zu ihrer ungewohnten Rolle gekommen ist: „Na, ich habe von der Aktion gelesen und die LVZ angerufen,“ berichtet die 77-Jährige mit trockenem Humor. Als hätte Christa nie etwas anderes getan, tanzt sie schließlich als Paradiesvogel durch die Zuschauerreihen und lässt Pfauenrufe ertönen. Applaus! Die Besucher im Rangfoyer sind beeindruckt. „Bitte nochmal“, so auch die neuen Kollegen. Christa lässt sich nicht lumpen. „Es war ein tolles Erlebnis. Aber um 23 Uhr muss ich Straßenbahn und Bus kriegen.“

Von Ingrid Hildebrandt

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