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Lokales Leipzig will kostenloses WLAN weiter ausbauen
Leipzig Lokales Leipzig will kostenloses WLAN weiter ausbauen
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00:18 22.05.2017
Das City-WLAN-Netz "Leipziger“ ist in weiten Teilen der Innenstadt angeschlossen. So war der Leipziger Weihnachtsmarkt 2016 zu 85 Prozent abgedeckt. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Zwei Drittel aller Besucher der Leipziger Innenstadt finden kostenfreies WLAN wichtig oder sehr wichtig – das hat die Studie "Vitale Innenstädte 2016“ ergeben. Gute Nachricht: Das City-WLAN-Netz "Leipziger“, das unbegrenztes kostenloses Surfen im Internet ermöglicht, ist in weiten Teilen der Innenstadt angeschlossen. So war der Leipziger Weihnachtsmarkt 2016 zu 85 Prozent abgedeckt.

Die Telekommunikationsfirma HL Komm hatte 2015 mit dem Aufbau begonnen. Doch mitunter steht der Denkmalschutz einem raschen IT-Fortschritt im Weg: Wegen der erforderlichen baulichen Veränderungen ist es laut Account Manager Marcel Neuber oft nicht einfach, an denkmalgeschützten Gebäuden Zugangspunkte zu errichten. Am Alten Rathaus wurde das Problem zum Beispiel gelöst, indem der Verbindungsknoten hinter einer Gaube versteckt wurde.

Am stärksten genutzt: WLAN an Freisitzen

Das Projekt sieht rund 500 Zugangspunkte in Leipzig vor. Bisher wird das Angebot von rund 4500 aktiven Nutzern pro Tag wahrgenommen – bei Großveranstaltungen sind es doppelt so viele. Damit hohe Nutzerzahlen möglich sind, erfolgt die Anbindung breitbandig per Glasfaser. Besonders gut erschlossen sind der Leipziger Markt, Augustusplatz, Red-Bull-Arena, Leuschnerplatz und Schauspiel sowie die Haltestellen in der Jahnallee Richtung Stadion. Ebenso Hauptbahnhof und Zoo, die über ein eigenes WLAN verfügen. Am stärksten genutzt wird im Sommer der freie Internetzugang an den Freisitzen. Im Januar bis März 2017 waren es die Bereiche rund um Hauptbahnhof, LVB-Mobilturm, Augustusplatz, Richard-Wagner-Platz und Goerdelerring.

Gebäudeeigentümer sollen Zugangspunkte zulassen

Nachdem der Anschluss der Innenstadt nun weitgehend bewältigt ist, geht es entlang der Magistralen sowie flächendeckend in Kernbereichen zwischen den Magistralen weiter. Alle Gebäudeeigentümer sind laut Marcel Neuber aufgerufen, mitzumachen und in Abstimmung mit Denkmalschutz und Stadtplanung die Zugangspunkte – sogenannte Access Points – an ihren Gebäuden zuzulassen.

Die Digitalisierung ist nicht nur ein nettes Angebot an die Bürger der Stadt, an Touristen und Kongressgäste, sondern auch Basis für lokale Rechenzentren, App-Entwickler, Parkraummanagement, Telemedizin, altersgerechte Assistenzsysteme oder vernetztes Wohnen.

Kerstin Decker

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