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Lokales Clara-Zetkin-Park soll von Landkarte verschwinden - Leipzig prüft Umbenennung
Leipzig Lokales Clara-Zetkin-Park soll von Landkarte verschwinden - Leipzig prüft Umbenennung
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15:06 27.05.2010
Die Stadt Leipzig prüft, den Namen des Clara-Zetkin-Parks zu ändern. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Auch der Name der bei Spaziergängern, Skatern und Radfahrern beliebten Anton-Bruckner-Allee steht auf dem Prüfstand. Gibt der Stadtrat im Herbst grünes Licht, könnte die Umbenennung noch in diesem Jahr erfolgen.

„Die Petition schlägt vor zu prüfen, ob die einzelnen Namen wieder aufleben sollen“, erklärt Ruth Schmidt vom Leipziger Amt für Statistik. Die für Straßen-, aber auch Parknamen zuständige Behörde erarbeitet derzeit eine Vorlage für die Ratsversammlung und recherchiert, welche Teilbereiche des Areals 1955 zum heutigen Zentralen Kulturpark „Clara Zetkin“ zusammengeschlossen wurden. „Wir wissen noch nicht genau,  ob beispielsweise auch der Richard-Wagner-Hain von Anfang an dazu gehört hat“, so die stellvertretende Amtsleiterin.

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Käme es nun zu einer Umbenennung, würde die Bezeichnung Clara-Zetkin-Park wohl von Landkarten verschwinden, erklärt Schmidt. Traurig wäre Frank Speckhals vom Verein Pro Leipzig nicht darüber. „Der Park war eine sozialistische Erfindung. Er sollte Kultur, politische Bildung, Sport , Wissenschaft und Technik vereinen. Heute ist davon außer Sport und Kultur nicht mehr viel übrig geblieben“, so der Fotograf.

Nach seinen Informationen war der Wagner-Hain nie offizieller Teil des Clara-Parks. „Wahrscheinlich wurde er später nur im Volksmund dazugezählt“, erklärt Speckhals, dem eine Diplomarbeit von 2007 zur Baugeschichte der Einrichtung nach 1945 von Wilma Rambo vorliegt. Danach gehörten bei der Gründung des 125 Hektar großen Areals insgesamt sechs bereits bestehende Grünflächen zu dem Park.

Diese umfassten den 1858 von Peter Joseph Lenné geschaffenen Johannapark, den 1893 entstandenen Palmengarten sowie den 1897 für die Sächsisch-Thüringische Industrie- und Gewerbeausstellung angelegten König-Albert-Park. Auch Teile des Volksparks im Scheibenholz, die Nonne sowie der Klinger-Hain werden hier aufgezählt. Bis auf den Albertpark werden die historischen Bezeichnungen noch heute von vielen Leipzigern verwendet.

Der Name Clara Zetkins könnte zwar als offizielle Bezeichnung verschwinden, stattdessen aber in einer Straße wieder auftauchen. Denn der Einreicher der Petition schlägt auch vor, die Anton-Bruckner-Allee umzubenennen – entweder in König-Albert- oder Clara-Zetkin-Allee.

Robert Nößler

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