Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Classic Open: Peter Degner kündigt opulente Neuauflage an
Leipzig Lokales Classic Open: Peter Degner kündigt opulente Neuauflage an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:23 19.09.2018
Peter Degner bei einer Dankeschön-Party im Taparazzi für seine treuen Fans im Juli dieses Jahres. Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Wie geht es für Peter Degner weiter? Leipzigs Impresario, Schöpfer der Classic Open, steckt nach dem Verlust seiner Veranstaltung durch die Neuvergabe den Kopf nicht in den Sand: Schon im nächsten Jahr soll es wieder eine Classic Open geben.

Wie geht es Ihnen nach den vergangenen Monaten?

Es war ein schweres halbes Jahr. Aber jetzt bin ich beflügelt und starte neu durch.

Was beflügelt Sie?

Mein neues Programm für die 25. Classic Open 2019. Es ist alles in Sack und Tüten: Zehn Tage lang das Beste aus 25 Jahren Classic Open. 32 Live-Auftritte, zahlreiche nagelneue Konzertmitschnitte. Details zum Programm möchte ich noch nicht verraten, den Austragungsort auch nicht. Die Classic Open werden nicht im Zentrum stattfinden; dafür an einem opulenten Ort, mit besseren Voraussetzungen und einer größeren Gestaltungsmöglichkeit; und es wird einen Shuttle-Service geben.

Aber es wird schon eine Konkurrenzveranstaltung zur „Leipziger Markt Musik“, dem Classic-Open-Nachfolger auf dem Markt?

Nein, weder räumlich noch zeitlich. Und außerdem hat die „Marktmusik“ ein ganz anderes Konzept, eine andere Dramaturgie.

Der Streit mit der Stadt um die Finanzierung der Classic Open im vergangenen Jahr ist juristisch beendet: Die Staatsanwalt hat die Ermittlungen wegen versuchten Betruges gegen Sie eingestellt. Wie blicken Sie auf die vergangenen Monate?

Eingestellt sind die Ermittlungen gegen mich! Das heißt, von gerichtlicher Seite wurde jetzt bestätigt, was ich zuvor schon deutlich gesagt habe: Ich habe zu keinem Zeitpunkt irgendwen betrogen. Wobei die Anzeige gegen mich nur als Teil eines größeren kampagnenhaften Possenspiels erscheint, auf das ich nun selbst juristisch reagiert habe und noch reagieren werde. Beendet ist da also noch gar nichts. Es haben sich mir in dieser schwierigen Zeit auch so einige Fragen aufgedrängt, sowohl was das Verhalten seitens der Stadt, als auch was den zwischenmenschlichen Umgang hier angeht. So habe ich etwa 23 Jahre lang mit den Wirten zusammengearbeitet und es hat sich all die Jahre bestimmt gelohnt für sie, sonst wären sie ja nicht so lange dabei geblieben. Ich habe die Classic Open durch alle Höhen und Tiefen gebracht, dass ich zum Beispiel 2015 mal 25 000 Euro auf den Tisch gelegt habe, damit die Classic Open nicht krachen gehen, weiß in der Öffentlichkeit keiner, auch die Zusammenarbeit mit der Agentur Markenrat war für mich defizidär, keiner weiß davon. Verdient habe ich mit den Classic Open 11 600 Euro im Jahr. Dagegen stehen ein dreiviertel Jahr Vorbereitung und dann zehn Arbeitstage von morgens um Zehn bis nachts. Auch die Besuche bei Künstlern gehören dazu, ich habe ja noch nie einen Künstler engagiert, von dem ich mir nicht vorher persönlich ein Bild gemacht habe. Das war viel Arbeit und Herzblut. Aber jetzt schaue ich in die Zukunft. Die Wirte sollen mit den neuen Veranstaltern nun ihr Konzept durchziehen, und ich mache ab nächstem Jahr mein eigenes Ding. Mit neuen Partnern. Besonders und vor allen Dingen mit moderaten Preisen in der Gastronomie, ich möchte, dass jedermann sich das leisten kann.

Sie haben keine Zweifel, dass Classic Open weiter erfolgreich sein kann?

Nein, keine Zweifel. Wovor soll ich Angst haben? Ich habe keine Angst vor der Zukunft. Und hier geht erst einmal um das Jubiläum: ein Vierteljahrhundert Classic Open, das müssen andere erst einmal schaffen. Das Publikum war mir immer treu, und dafür bin ich sehr dankbar. Auch das ist ein Grund dafür, dass ich nächstes Jahr im Rahmen eines Extra-Programms ein besonderes Augenmerk auf diejenigen legen werde, die am kulturellen Leben in meiner Stadt nicht im gleichen Maße teilnehmen können, wie andere: Menschen mit einem Handycap. Barrierefreiheit, Transportmöglichkeiten – wir werden das alles organisieren.

Was macht Ihr Buch?

Das beflügelt mich auch! Es kommt am 16. Oktober auf den Markt. Der Verlag hat schon gefragt, wann das zweite kommt.

Was haben Sie sonst noch vor?

Geplant ist noch in diesem Jahr eine Classic-Open-Extra-Veranstaltung zu Silvester auf dem Markt, übrigens zum 17.Mal, sowie ein Konzert von Ute Lemper mit einem Marlene-Dittrich-Programm – aber nicht in Leipzig. Im Herbst gibt es noch drei Abende im Taparazzi. Für das nächste Jahr möchte ich ein Heurigen-Wochenende im Taparazzi organisieren. Und ich werde ins Studio gehen – für Musikaufnahmen. Ich mache was, ich arbeite an vielen Programmen und Projekten, nicht nur in Leipzig. Sagen wir, die Unruhe bleibt bestehen und lassen Sie mir die Freude der Überraschung.

Wie geht es Ihnen gesundheitlich – nach den vielen Operationen und der Amputation Ihres Unterschenkels. Sie waren lange gesundheitlich angeschlagen...

Im Prinzip sehr gut. Aber mich plagen immer noch oft Phantomschmerzen, vor allem, wenn ich zur Ruhe komme. Das brennt wie Feuer.

Wie versorgen Sie sich als Dauer-Single?

Ich habe mich gerade wieder für acht Wochen mit Lebensmitteln beliefern lassen. Zwölf Kisten Gerolsteiner, fünf Kisten Bier, Geflügelwurst, Käse, 15 Erasco-Büchsen – bunte Tüte. Ich habe zwei Dutzend Krautrouladen von Freunden aus Sangerhausen in der Truhe. Es gibt noch 20 eingefrorene Bratwürste vom Weihnachtsmarkt, die haue ich mir nach und nach in die Pfanne. Morgens zur Bäckererei Seifert in die Husemannstraße, ab und zu in den Gasthof nach Baalsdorf oder ins Chinas World, ins Taparazzi, ins Fratelli, in den Zunftkeller. Ich bin gut versorgt.

2. Oktober, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr): Degners Taparazzi-Spotlight Nr. 5 – ein Abend für Leonard Cohen. Mit Denis Fischer & Band – bei einem guten Tropfen und Gaumenkitzeln im Taparazzi (Reichsstraße 16-18). Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 18 Euro (plus VVK).

25. Oktober, 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr): Plaudereien aus der Showküche – Peter Degner spricht mit LVZ-Chefredakteur Jan Emendörfer über seine Biografie (in Kooperation mit dem Eulenspiegel-Verlag). Karten für zehn Euro (7,50 Euro mit Abo-Plus-Vorteil für Abonnenten) in der Ticketgalerie (LVZ-Foyer, Peterssteinweg 19), Barthels Hof (Hainstraße 1), in allen LVZ-Geschäftsstellen, unter ticketgalerie.de sowie über die Ticket-Hotline 0800/2181-050 (kostenfrei).

Von Björn Meine

Am Samstag haben im Leipziger Scheibenholz rund 4000 Besucher einen spannenden Renntag erlebt. Neben den Wettbewerben der Pferde lieferte das Maskottchenrennen ein weiteres Highlight.

15.09.2018
Lokales Kinotour zu „Pettersson & Findus“ - Marianne Sägebrecht in Leipzig von Fans umringt

Der dritte Teil von „Pettersson & Findus“ ist in den Kinos. Zum Filmstart besuchte Darstellerin Marianne Sägebrecht mit der Filmcrew das Kino im Leipziger Allee-Center. Für ihre kleinen Fans ist sie einfach „die Beda“.

15.09.2018

In den Leipziger Cammerspielen ergründen vier Performance-Künstler die Bedeutung von Geschwistern im Leben. Gemeinsam steigen sie in ein Archiv der Erinnerungen und der Beziehungsgeflechte hinab.

15.09.2018
Anzeige