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Lokales Coco Chanel, Gandhi und die Feuerwehr - Helden haben viele Gesichter
Leipzig Lokales Coco Chanel, Gandhi und die Feuerwehr - Helden haben viele Gesichter
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23:59 26.11.2013
Initiatorin Elke Schaar mit Helden-Steckbriefen im Stadtgeschichtlichen Museum. Quelle: André Kempner

Zugeschnitten auf die laufende Sonderausstellung "Helden nach Maß - 200 Jahre Völkerschlacht" sammelt das Museum noch bis Sonnabend Steckbriefe von Persönlichkeiten, die die Jugend für Helden hält.

Elke Schaar sagt selbst: "Der Heldenbegriff ist teilweise ein bisschen abgegriffen." Deshalb hat Schaar aus dem Stadtgeschichtlichen Museum das Jugendprojekt "Mein persönlicher Held" angestoßen. Auch weil sich die Klärung der Heldenfrage im Dunstkreis der Völkerschlacht aufdrängt. Und weil sich laut der Initiatorin damit die Frage stellt: "Wer sind denn Helden?" Vor allem für die nächste Generation.

"Jede Gesellschaft, jedes politische System schneidert sich seine Helden zurecht", erklärt Schaar mit Blick auf den Titel der Sonderausstellung. Zumal die Schau einige Irritationen beinhaltet, gerade für junge Leute. So taucht neben altehrwürdigen Namen wie Blücher, Scharnhorst und Gneisenau auch das Konterfei des US-amerikanischen Whistleblowers Edward Snowden unter der Überschrift "Glorreiche Hasardeure" auf. "Viele Jugendliche sind in der Ausstellung stutzig geworden", schildert Schaar. Was für die Projektkoordinatorin wiederum der Anlass war, "dass sich junge Menschen mit dem Thema individuell auseinandersetzen." Und das tut die Jugend. Etwa 15 Steckbriefe hat Schaar schon auf dem Tisch, rechnet bis zum Einsendeschluss am kommenden Sonnabend mindestens noch einmal mit rund 20 Zuschriften. "Die Spannbreite ist groß", sagt Schaar zur bisherigen Post.

Neben Klassikern wie Mahatma Gandhi, Dietrich Bonhoeffer oder Barack Obama sind auch Namen zu lesen wie Coco Chanel oder Arya Stark - eine fiktive Hauptfigur aus der US-Fernsehserie "Game of Thrones". Das Mädchen "ist niemals verzweifelt und gibt niemals auf", heißt es in dem dazugehörigen Steckbrief. Eine andere Zuschrift adelt "Die Feuerwehrleute". Begründung: "Sie retten Menschen in jeder Situation und jeden Tag." Auch ein Holz, aus dem Helden geschnitzt sein können: Selbstlosigkeit. Oder wie Elke Schaar sagt: "Es gibt kein Richtig oder Falsch."

Der Steckbrief ist im Netz unter www. stadtgeschichtliches-museum-leipzig.de zu finden und ausgefüllt mit dem Kennwort "Helden" an elke.schaar@leipzig.de zu schicken. Abschluss des Projekts: 12. Dezember, 15 Uhr, mit einem Forum.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.11.2013

Felix Kretz

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