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Lokales Comeback für einstiges Luxus-Hotel „Astoria“ in Leipzig
Leipzig Lokales Comeback für einstiges Luxus-Hotel „Astoria“ in Leipzig
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12:32 04.05.2018
Hotel Astoria in Leipzig Quelle: André Kempner
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Leipzig

Gehofft, gebangt über Jahre – und jetzt steht offenbar das Happy-End bevor: Die ehemalige Nobelherberge „Astoria“ bekommt nach rund zwei Jahrzehnten Verfall ein zweites Leben als Hotel in Leipzig. Der Investor stellt die Pläne am Freitag der Öffentlichkeit vor. 

„Wir sind sehr froh darüber, dass dieses Hotel nun nach einem Einzelverkauf in Angriff genommen wird“, so Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos). Die Situation sei nicht einfach: „Die Zimmer sind zu klein, die Gänge nicht die Richtigen, das Parken ist problematisch“, beschreibt sie nur einige der Herausforderungen. 

„Wir sind sicher, dass es der Stadt Leipzig gut tun, wenn das Hotel wieder mit Leben erfüllt wird“, so Stefan Zander von den Eignern Intown Property Management. Roland Wolff vom ausführenden Berliner Architekturbüro sagte, seit Jahren kenne man das Gebäude, habe verschiedene Studien zu dem Haus erstellt. „Das Haus soll frisch und schick da stehen, aber die Eingriffe sollen dem historischen Erscheinungsbild untergeordnet werden“, erklärte Wolff weiter. Die historische Fassade soll weitestgehend erhalten und denkmalgerecht saniert werden. Auch das hochwertige ovale Treppenhaus soll erhalten bleiben. Ein Bauantrag war bereits vor Wochen eingegangen.

Die Pläne für das Astoria im Überblick.

Das Leipziger Hotel Astoria wird 100! Am 5. Dezember 1915 wurde es eröffnet. Jahrzehntelang galt es als bestes und größtes Hotel in Leipzig. Vom einstigen Glanz ist nichts geblieben, denn seit Jahren verfällt der Bau am Goerdelerring. Foto-Eindrücke aus einer wechselvollen Geschichte.

Das „Astoria“ war 1915 mit mehr als 300 Zimmern als damals modernster und luxuriösester Bau der deutschen Hotellerie mit viel Pomp eröffnet worden. Nach Plänen von Architekt William Lossow (1852 - 1914), der auch geistiger Vater der Hauptbahnhöfe in Leipzig und Frankfurt/Main war, entstand es in einer Bauzeit von nur zwei Jahren. Stars wie Adele Sandrock, Enrico Caruso oder Hans Albers logierten hier. Zu DDR-Zeiten wohnten dort während der Frühjahrs- und Herbstmessen SED-Größen wie Walter Ulbricht und Alexander Schalck-Golodkowski. Auch Louis Armstrong, Johannes Heesters oder Herbert von Karajan waren hier zu Gast.

Das imposante Bauwerk direkt neben dem Hauptbahnhof wurde 1996 geschlossen. Seitdem war es dem Verfall preisgegeben. Mehrmals wechselte der Besitzer, an die Sanierung des einst legendären Grandhotels wagte sich niemand.

dpa

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