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Lokales Connewitzer Kita in Not: Havarie legt Betrieb lahm – 120 Kinder betroffen
Leipzig Lokales Connewitzer Kita in Not: Havarie legt Betrieb lahm – 120 Kinder betroffen
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00:18 24.02.2017
Noch voraussichtlich bis Ende dieser Woche geschlossen: die Kita Biedermann in Connewitz.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

Betreiber der erst vor sieben Jahren neu gebauten Kita ist das Sozialwerk Leipzig, eine Einrichtung des Internationalen Bildungs- und Sozialwerks im nordrhein-westfälischen Iserlohn. Geschäftsführer Thomas Wiesemann am Dienstag gegenüber der LVZ: „Wir mussten die Kindertagesstätte in der vergangenen Woche kurzfristig schließen, um noch massivere Schäden an der Gebäudesubstanz zu vermeiden. Hätten wir das nicht getan, hätten wir wahrscheinlich relativ schnell den Kita-Betrieb einstellen müssen.“ Eine Reparatur mit den 120 Kindern und 20 Betreuern im Haus sei unmöglich gewesen. Die Schadenssumme bewege sich in sechsstelliger Höhe. Voraussichtlich am kommenden Montag soll die Kita zunächst wieder öffnen.

Nach den Worten Wiesemanns seien massive Schäden am Heizungssystem aufgetreten, die sich immer weiter ausgebreitet haben und erst sehr spät bemerkt worden waren. Im Fußboden gebe es zwischen Bodenplatte und Estrich einen gut abgedichteten Zwischenraum. In diesem habe Wasser anscheinend über einen längeren Zeitraum zentimeterhoch gestanden. Dadurch sei das gesamte Heizungsleitungsnetz im Erdgeschoss stark in Mitleidenschaft gezogen worden. „Wir haben den Boden aufgemacht“, sagt Wiesemann, „Löcher geflickt, und an einer anderen Stelle traten schon wieder neue Lecks auf.“ So ein massives Schadenbild habe er noch nirgendwo gesehen. „Eine Katastrophe, wie so etwas durch einen verhältnismäßig einfachen Heizwasserschaden entstehen kann.“ Aktuell arbeiten Handwerker daran, die Heizung im Erdgeschoss zu überbrücken und von der darüber liegenden Etage aus zu bedienen.

Dies ist jedoch nur eine Zwischenlösung. Eine grundlegende Sanierung lässt sich nicht vermeiden. Noch ist nicht geklärt, ob dafür die Kita noch einmal geschlossen werden muss oder ob die Arbeiten bei laufendem Betrieb erfolgen können. Für den Fall einer Schließung geht Wiesemann von gut vier Monaten aus. Bei einer schrittweisen Sanierung könnten sich die Bauarbeiten deutlich länger hinziehen.

„Wir wissen, dass das für Eltern eine absolute Zumutung ist“, sagt Wiesemann. „Aber auch für uns ist das eine große Herausforderung. Bei uns rotieren alle. Wir suchen gemeinsam mit der Stadt und dem Landesjugendamt dringend nach einem Interim, in das wir Teile oder die gesamte Kita auslagern können.“

Von Klaus Staeubert

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