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Lokales Containerschule im Waldstraßenviertel behindert Rettungswagen – Standort wird nun verändert
Leipzig Lokales Containerschule im Waldstraßenviertel behindert Rettungswagen – Standort wird nun verändert
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13:29 23.03.2010
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Leipzig

Um dies zu vermeiden, haben sich die Branddirektion, Schulverwaltungsamt sowie Grünflächen- und Tiefbauamt nun darauf geeinigt, den Schulstandort etwas zu verschieben. Dadurch bleibt der derzeitige Ausrückweg unverändert.

Nach den Sommerferien soll die zwischen Eitingonstraße, Goyastraße und Am Sportforum geplante Containerschule die Situation in der Lessing-Grundschule entlasten. Denn schon jetzt ist die Einrichtung überbelegt, für das nächste Schuljahr haben sich 60 Erstklässler mehr angemeldet, als das Gebäude fassen kann. Auf diese Übergangslösung einigten sich die Leipziger Stadträte Mitte Januar.

Auf der Sitzung am Mittwoch wird die Containerschule erneut Thema sein: Der Vorsitzende der Bürgerfraktion Michael Burgkhardt weist in einer Anfrage auf Bedenken der Brandschutzdirektion hin. Burgkhardt moniert, dass die Stadträte nicht vor der Entscheidung über diese Zweifel informiert worden sind. Mittlerweile hat sich der Großteil der Anfrage jedoch offenbar erledigt: „Bei einem Ortstermin haben wir uns mittlerweile auf eine Lösung geeinigt“, sagte der Leiter der Branddirektion Karl-Heinz Schneider, gegenüber LVZ-Online.

Knackpunkt der ursprünglichen Planung war der Ausrückweg für die Fahrzeuge der Rettungswache Mitte am Robert-Koch-Platz. Diese Ausfahrt wäre Teil des Pausenhofs gewesen und die Rettungsfahrzeuge hätten umgeleitet werden müssen. „Der vorgesehene Ersatzweg wäre aber nicht machbar gewesen. Er wäre viel zu schmal für die Fahrzeuge“, so Schneider. Entgegen der ursprünglichen Planung soll der dreigeschossige Containerbau deshalb nun nicht mehr schräg, sondern parallel zu der Eitingonstraße verlaufen – dadurch könne laut Schneider der derzeitige Rettungsweg beibehalten werden. Nach aktueller Planung soll die Ausfahrt durch einen Zaun vom Schulhof getrennt werden, so dass die Kinder dort nicht hingelangen können.

Auch das Schulverwaltungsamt findet die neue Lösung „nicht wesentlich schlechter als die alte“, wie Thomas Kuhnert, Abteilungsleiter für Schulplanung und Schulbau, meint. „Ziel der ursprünglichen Planung war es, die Container möglichst nah am öffentlichen Spielplatz am Robert-Koch-Platz aufzustellen, damit die Kinder ihn problemlos erreichen“, so Kuhnert. Der Gedankenaustausch mit den anderen Behörden sei zu diesem Zeitpunkt jedoch noch gar nicht abgeschlossen gewesen, weil die Planungen unter hohem Zeitdruck geschehen mussten, wie er erläutert. Der Zugang zum Spielplatz, der nun nicht mehr direkt an das Schulgebäude grenzen soll, sei nun zwar nicht mehr so optimal, aber weitere Nachteile gäbe es durch die Verschiebung des Standorts nicht.

Damit bleibt nur noch ein Punkt der Anfrage der Bürgerfraktion unbeantwortet: „Ich wundere mich, warum es trotz der Hinweise durch die Branddirektion nicht schon vor der Entscheidung zu einer Abstimmung mit dem Schulverwaltungsamt kam“, so Michael Burgkhardt.

Wie lange die Containerschule als Übergang dienen soll, ist laut Kuhnert bislang noch unklar. „Wir mieten sie zunächst für drei Jahre an“, sagt er. Wie es danach weitergeht, stehe noch nicht fest.

Meike Strüber

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