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Lokales Crowdfunding-Projekt hilft den Leipziger Klinikclowns
Leipzig Lokales Crowdfunding-Projekt hilft den Leipziger Klinikclowns
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23:04 30.11.2016
Auch bei Sommerfesten sind die Leipziger Klinikclwons gefragt. Meist besuchen sie aber kleine Patienten in Krankenhäusern. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Sonntags kommen die Clowns. Die Guten, mit Luftballons, roten Nasen und kleinen Geschenken. Dann legen sie sich ins Zeug, um auf der Kinderstation der Leipziger Uni-Klinik und in weiteren Krankenhäusern in ganz Mitteldeutschland die schönsten Klischees wahr werden zu lassen: Leuchtende Kinderaugen, ein Lächeln im Gesicht kleiner Patienten. Doch manchmal brauchen die Klinikclowns selbst Hilfe.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins lassen sich die Clowns mit einer Crowdfunding-Aktion unter die Arme greifen. Die Idee kam von vier Studenten des Studiengangs Onlinekommunikation der Hochschule Anhalt: „Wir setzen auf diese Art Praxisprojekte fürs Studium um“, erklärt Marco Czerwinski am Mittwoch gegenüber LVZ.de. Diese Gelegenheit wollten Czerwinski und seine Mitstreiter nutzen, um ein gemeinnütziges Projekt zu fördern – und sind dabei auf die engagierten Leipziger gestoßen.

Gerald Ruppert, Mitbegründer der Leipziger Klinikclowns – Die Sonntagsclowns. (Archiv) Quelle: Wolfgang Zeyen

2000 Euro für den guten Zweck

Im Advent ziehen die Clowns, die im Alltag studieren, als Buchalter, Autor und in anderen Berufen arbeiten, meist zu zweit los. Vereinsgründer Gerald Ruppert, der sich schon zu DDR-Zeiten mit dem Mäusezirkus als Unterhalter einen Namen machte, schlüpft dann ins Weihnachtsmann-Kostüm. „Und da kann man ja nicht ohne kleine Geschenke kommen“, sagt er. Also packen die Spaßmacher aus, was die jungen Patienten direkt am Krankenbett nutzen können: „Malhefte, Buntstifte, Aufkleber, kleine Büchlein und so etwas.“

Für Ruppert und sein Clowns-Team war die Crowdfunding-Aktion eine angenehme Überraschung. 2000 Euro sollen online über das Portal betterplace.org gesammelt werden, die ersten Spenden sind eingegangen. Für die sieben Frauen und Männer des Vereins ist das Geld Mittel zum Zweck: Fahrtkosten müssen bezahlt werden. Auch Kostüme, Schminke, Luftballons und Zubehör für Zaubertricks kosten Geld, erklärt Ruppert. Ihre Freizeit und Kreativität setzen die passionierten Clowns rein ehrenamtlich ein. Ein bisschen Glück und Sternenstaub streuen, gerade zur Weihnachtszeit.

www.leipziger-klinikclown.de

Von Evelyn ter Vehn

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