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Lokales Da staunst du - Dass der Zuschauerrekord im Alfred-Kunze-Sprtpark bei 32.000 liegt
Leipzig Lokales Da staunst du - Dass der Zuschauerrekord im Alfred-Kunze-Sprtpark bei 32.000 liegt
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21:47 28.04.2015

Was heute der AKS ist und zuvor der Georg-Schwarz-Sportpark war, entstand nach dem Ersten Weltkrieg auf Betreiben der damals noch eigenständigen Gemeinde Leutzsch. Kostenpunkt: 51 245,83 Mark. Seit der Eingemeindung im Jahr 1922 ist das Gelände Leipziger Flur.

In den Zwanzigerjahren trainierten verschiedene Arbeitervereine auf dem Areal. Früheste Nutzer waren der FC Victoria 06 Leutzsch sowie die Vereine Sparta und Jahn.

1925/26 entstand auf Initiative des TSV Jahn das zweigeschossige Vereinsgebäude an der heutigen Gegentribüne.

Nach Verbot und Auflösung von Victoria und Jahn durch die Nazis im Jahr 1933 nutzte die SA das Gelände zu Ausbildungszwecken. Später machte sich dort eine Fliegergruppe des Luftsport-Verbandes breit.

1936 übernahm der SV TuRa den Platz und stellte bald darauf im Spitzenspiel gegen den LSV 1899 einen neuen Zuschauerrekord auf, spielte vor 19 200 Menschen. TuRa zählte in den Dreißiger- und Vierzigerjahren neben Schalke 04 zu den populärsten Fußballklubs in Deutschland.

Widerstandskämpfer Georg Schwarz (1896-1945) nutzte die Anonymität des Stadions, um mit Gleichgesinnten Aktionen gegen das Nazi-Regime zu starten. Deshalb trägt der Sportpark von 1949 bis 1992 seinen Namen.

Zu DDR-Zeiten hießen die Akteure auf dem einstigen TuRa-Sportplatz SG Leipzig-Leutzsch (1946-49), ZSG Industrie Leipzig (1949-50), BSG Chemie Leip- zig (1950-54), SC Lokomotive Leipzig (1954-63) und wieder Chemie (1963-90).

1949 erhielt das Stadion eine Holztri- büne - die alte Regatta-Tribüne vom Elsterflutbecken. Sie wurde abgetragen und in Leutzsch wieder aufgebaut.

Der Allzeit-Zuschauerrekord für das Stadion liegt bei 32 000 - Chemie unterlag am 22. Oktober 1950 Turbine Erfurt 0:1. Am Ende dieser Saison gewannen die Leutzscher die DDR-Meisterschaft in einem Entscheidungsspiel - wieder gegen Erfurt. Endstand: 2:0. Torschützen: Gerhard Helbig und Rudolf Krause.

Der nächste große Coup der BSG Chemie folgte 13 Jahre später: Der "Rest von Leipzig", das Team des legendären Trainers Alfred Kunze, hatte am Ende zwei Pluspunkte mehr als Empor Rostock und wird sensationell Meister.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.04.2015

Dominic Welters

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