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Lokales Da staunst du - Der Gullydeckel heißt eigentlich Kanaldeckel
Leipzig Lokales Da staunst du - Der Gullydeckel heißt eigentlich Kanaldeckel
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23:59 16.09.2014
Drei Ausführungen von Kanaldeckeln gibt es in Leipzig. Quelle: Volkmar Heinz

Der umgangssprachliche Gully- oder Gossendeckel wird fachgerecht Kanalabdeckung bezeichnet.

Unterschieden werden Abdeckungen für das Kanalnetz, die sich meist in der Mitte der Straße befinden, und Abdeckungen der Straßenabflüsse, welche als quadratische Gitter am Straßenrand zu finden sind.

Da die Abflüsse Bestandteil der Straße sind, unterstehen diese der Stadt Leipzig. Für das Kanalnetz und damit auch für deren Verschluss sind die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) zuständig.

In Leipzig gibt es drei Ausführungen von Kanaldeckeln. In der Innenstadt sowie an öffentlichen Plätzen werden Exemplare mit einer Prägung des Stadtwappens eingesetzt. Die restlichen haben eine glatte Betonoberfläche oder sind gusseisern geriffelt.

Zum Einzugsbereich der KWL gehören, über die Stadtgrenzen hinaus, die angrenzenden Kreisgebiete einschließlich Jesewitz, Machern, Belgershain und Wiedemar. Insgesamt sind im Geschäftsgebiet der KWL 40 000 Schächte mit entsprechenden Abdeckungen zu finden.

Ein Schachtverschluss mit Stadtwappen kostet zirka 250 Euro. Die glatten und geriffelten Betoneinsätze belaufen sich auf etwa 180 Euro pro Stück.

Zwischen den Schächten wird durchschnittlich ein Abstand von 50 Metern eingehalten. Im Stadtbereich kann es weniger, auf dem Land etwas mehr sein.

Der Durchmesser eines Kanaldeckels muss mindestes 65 Zentimeter betragen, um das Öffnen und den Einstieg zu ermöglichen.

Die Abnutzung der Oberflächen wird je nach Lage, auf gering oder viel befahrenen Straßen oder einer Grünfläche, beeinflusst. Generell nutzt jedoch weniger die Abdeckung selbst ab, als die Gummieinlagen, die der Geräuschminderung dienen, oder die Mörtelfugen zur Trennung zwischen Schacht/Bauwerk und Verschluss.

Schachtdeckel mit Wappen der Stadt gibt es in Leipzig seit Mitte der 1990er Jahre.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2014

Christin Pomplitz

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