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Da staunst du - dass das Alte Rathaus einen Knick hat

Da staunst du - dass das Alte Rathaus einen Knick hat

Im Jahr 1015 wurde "urbe libzi" erstmals urkundlich erwähnt. Zum Jubiläum Leipzigs 2015 zeigt die Serie "Da staunst du -" 100 Facetten der 1000-Jährigen. Heute Teil 59: das Alte Rathaus.

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Das Alte Rathaus am Markt.

Quelle: Volkmar Heinz

Hieronymus Lotter (1497 bis 1580) wird in vielen Büchern über Leipzig als Erbauer des Alten Rathauses gepriesen. Ganz exakt ist das aber nicht: Als Bürgermeister war er Baumeister, aber nicht Architekt im heutigen Sinne. Steinmetze und Handwerker wie Paul Speck und Paul Widemann haben die eigentliche kreative Arbeit ausgeführt.

Der Grundstein wurde am 11. Februar 1556 gelegt. Die Bauzeit von zehn Monaten ist erstaunlich kurz. Das erklärt sich damit, dass ein um 1480 "am Loche" entstandenes spätgotisches Rathaus um- und ausgebaut wurde.

Die Asymmetrie - der Turm steht nicht in der Mitte - ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass vorhandene Fundamente benutzt worden.

Ein leichter Knick auf der Rückseite, etwa in der Mitte in der Fassade, macht das Besondere des 90 Meter langen Bauwerkes aus.

Der Rathausturm erhielt 1554 einen offenen Altan, einen abgestützten Austritt für Verkündigungen. 1559 wurde ein Bläseraustritt für Stadtpfeifer errichtet.

Seit etwa 1700 gab es im Festsaal statische Probleme. So hatten sich die Balken in der Mitte bedrohlich gesenkt.

Ende des 19. Jahrhunderts war das Gebäude so baufällig geworden, dass ernsthaft die Befürchtung bestand, ein starker Schneesturm könnte es zum Einstürzen bringen. 1863 gab es erste Debatten um einen Abriss. Ein Gutachten bestätigte aber die Stabilität des Mauerwerkes.

Stadtherren einigten sich in langjährigen Debatten auf einen Neubau, der 1905 auf den Mauern der ehemaligen Pleißenburg entstand. Der Abriss des Alten Rathauses wurde mit einer Stimme Mehrheit denkbar knapp verhindert.

Mehrfach umgebaut - vor allem während der Jahre 1906 bis 1909 - hat der Renaissancebau sein äußeres Erscheinungsbild verändert. 1909 wurde er Domizil des Stadtgeschichtlichen Museums.

Beim Luftangriff auf Leipzig am 4. Dezember 1943 brannte der Dachstuhl aus, die Eisenbetondecke verhinderte weitere Zerstörungen des Gebäudes. Mathias Orbeck

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.08.2014
Mathias Orbeck

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