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Lokales Da staunst du ... dass die Villa Klinkhardt eine Forscherhochburg ist
Leipzig Lokales Da staunst du ... dass die Villa Klinkhardt eine Forscherhochburg ist
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15:05 19.05.2015
Die Villa Klinkhardt in der Karl-Tauchnitz-Straße 1. Quelle: André Kempner

Die Gründung der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW) geht auf das Jahr 1846 zurück. Anlässlich des 200. Geburtstages von Gottfried Wilhelm Leibniz wurde die Gelehrtengesellschaft am 1. Juli jenes Jahres in der damaligen Aula der Universität als Königlich Sächsische Gesellschaft der Wissenschaften ins Leben gerufen.

Ihren heutigen Namen trägt die Gesellschaft seit der Konstituierung des Freistaates Sachsen 1919, auch zu DDR-Zeiten konnte die Gelehrtensozietät ihre Selbstständigkeit bewahren. Seit 1994 ist sie eine Körperschaft öffentlichen Rechts und in der sächsischen Verfassung verankert.

Den Stammsitz hat die SAW seit 1995 in der Villa Klinkhardt in der Karl-Tauchnitz-Straße 1. Das 1898 fertiggestellte Gebäude war einst Domizil des Schulbuchverlagsinhabers Robert Julius Klinkhardt und fungierte in der DDR als Haus des Lehrers.

Der Akademie gehören mehr als 200 ordentliche und korrespondierende Mitglieder an. Früher waren die Wettinischen Stammlande das Einzugsgebiet der SAW, heute sind es Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Gesellschaft fühlt sich dem Leitgedanken "theoria cum praxi" verpflichtet und gliedert sich in die mathematisch-naturwissenschaftliche Klasse, die philologisch-historische Klasse sowie die technikwissenschaftliche Klasse.

Markenzeichen der SAW sind Langzeitprojekte wie die Leipziger Ausgabe der Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, die Edition des Briefwechsels von Johann Christoph Gottsched, die Enzyklopädie jüdischer Kulturen, die Sachsenspiegelglossen, das Bach-Repertorium, das althochdeutsche Wörterbuch und der Codex diplomaticus Saxoniae.

Als Präsident der SAW, die regelmäßig öffentliche Kolloquien veranstaltet und das Journal "Denkströme" publiziert, wirkt seit 2008 der Leipziger Uni-Professor Pirmin Stekeler-Weithofer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.12.2013
Mario Beck

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