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Lokales Da staunst du - dass es auf Leipzigs Airport einst Eintänzer gab
Leipzig Lokales Da staunst du - dass es auf Leipzigs Airport einst Eintänzer gab
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23:59 20.05.2014
Der größte Flieger der Welt, die AN-225 (hinten), kommt Ende April 2008 erstmals nach Schkeuditz. Quelle: Roland Heinrich
Leipzig

e.

Den ersten Luftball können die Leipziger bereits 1784 bewundern - keinen zum Tanzen, sondern eine Art Heißluftballon, mit dem die Gebrüder Montgolfier bereits zehn Jahre früher fahren.

Vor knapp 105 Jahren wird der Leipziger Verein für Luftschifffahrt gegründet.

Die erste Messefluglinie der Welt Leipzig-Berlin startet vor 95 Jahren.

Die Initiative für das Projekt "Mitteldeutscher Zentralflughafen", der am 27. April 1927 seinen Betrieb aufnimmt, geht von den halleschen Stadtvätern aus.

Zu Beginn der 1930er-Jahre sind im Gläsernen Café im Glaspalast (Architekt: Bauhaus-Lehrer Hans Wittwer) zwei Eintänzer fest angestellt. Sie fordern an Flugtagen, die tausende Schaulustige anlocken, feine Damen zum Tanz auf. Einer der beiden trägt den - passenden - Namen Alfred Schlenkrich.

Bereits 1938 gibt es dreimal wöchentlich einen Linienflug über Budapest, Athen, Bagdad, Kalkutta, Bangkok und Singapur bis nach Bandoeng (heute Bandung) in Indonesien.

Insgesamt 11 Mal landet die berühmte Concorde (Air France und British Airways) in Schkeuditz - kein anderer Airport hinterm Eisernen Vorhang bekommt sie sonst jemals zu Gesicht.

Das alte Abfertigungsgebäude wird ab 1968 auch als Autobahnraststätte genutzt - was für einigen Spott sorgt.

Im September 1989 landet der erste neue Airbus A 310 der Interflug als IF 721 in Leipzig. Er kommt aus Bangkok.

Allein im Terminal B müssen regelmäßig 10 000 Quadratmeter Fenster geputzt werden - plus Glasvordächer (1500 Quadratmeter) plus zehn Pyramiden-Dachaufbauten (4600 Quadratmeter).

An beiden Start- und Landebahnen zucken auf Knopfdruck 92 Blitze. Die verlegten Primärkabel für die fast 9000 Feuer (Lampen) in den Runways messen gut 2100 Kilometer - fast die Luftlinie von Leipzig nach Lissabon.

Der gut 12 500 Quadratmeter große und 435 Meter lange Zentralterminal fußt auf 200 Bohrpfählen und besteht unter anderem aus 4500 Tonnen Stahlbau und 10 000 Kubikmetern Stahlbeton.

1992 werden erstmals eine Million Passagiere gezählt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.05.2014

Pelzl, Martin

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