Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Da staunst du ... dass es auf dem Südfriedhof 22 Grabarten gibt
Leipzig Lokales Da staunst du ... dass es auf dem Südfriedhof 22 Grabarten gibt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:59 06.05.2014
2011 feierte der Leipziger Südfriedhof eine Woche lang sein 125-jähriges Bestehen. Quelle: dpa

Etwa 9800 Rhododendren verwandeln den Südfriedhof im Frühling in ein Blütenmeer. Dort sind 7790 Bäume erfasst, neben Linden ist die Schwarzkiefer prägend.

Die Hauptwege sind in Form eines Lindenblattes ausgeführt. Die Hauptachse vom Nordtor zu den Trauerhallen bildet den Blattstiel. Diese Wege sind mit 743 Linden gesäumt.

Der Südfriedhof verfügt auf seiner 82 Hektar Gesamtfläche über mehr als 70 000 Einzelgrabstätten. Seit 1911 fanden 71 959 Menschen ihre letzte Ruhe in einer der Urnengemeinschaftsanlagen (bis Ende 2013).

Der Friedhof ist von 3228 Meter Zaun und 615 Meter Mauern mit anliegenden Wandgrabstätten umfriedet. Es sind 164 Wasser- und Abfallstellen vorhanden.

Den Mittelpunkt des Südfriedhofes bildet das von 1907 bis 1909 durch Otto Wilhelm Scharenberg errichtete Krematorium. Die Gesamtheit der Anlage ist in ihrer baulichen Konzeption dem Benediktinerkloster Maria Laach nachempfunden.

Das markante Gebäude der Trauerhallen ist auf einem künstlichen Plateau angelegt. Es wird von einem 180 Meter langen Wandelgang umfasst, in dem 21 Grüfte vorgesehen waren. Diese wurden jedoch nie genutzt.

Am Wandelgang befinden sich 150 Tierplastiken von Adler bis Widder.

Die drei Trauerhallen bieten auf einer Fläche von 400 Quadratmetern insgesamt 280 Trauergästen Sitzplatz. 476 Fenster sind zu unterhalten.

Die Grundrisse aller Trauerhallen ähneln einem griechischen Kreuz.

Es sind 22 verschiedene Grabarten verfügbar. Seit 2009 kann auch die Baumbestattung gewählt werden.

Das Kolumbarium steht nach seiner Sanierung seit 2011 wieder als Bestattungsplatz mit 754 Urnennischen zur Verfügung. Ursprünglich ging das Bauwerk zur Bestattung von Urnen 1911 in Betrieb, die letzten Jahrzehnte war es jedoch verfallen.

Im Krematorium Leipzig wurden seit 14. Januar 1910, dem Tag der Inbetriebnahme, 567 670 Einäscherungen durchgeführt (bis März 2014). Im Regelfall können 279 Verstorbene in den Leichenräumen, im Katastrophenfall sogar bis zu 540 Verstorbene untergebracht werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.05.2014

V. Mewes/M. Orbeck

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kinder haben im Leben von Brigitta Lehmann immer eine große Rolle gespielt. Als studierte Unterstufenlehrerin sowie Horterzieherin hat sie mit Nachwuchs vom Kindergarten über Tanzgruppen bis hin zu Internatsschülern der Sprachheilschule zu tun gehabt.

06.05.2014

Extremistische Salafisten um den Leipziger Imam Hassan Dabbagh machen massiv gegen den geplanten Moschee-Neubau der Ahmadiyya-Gemeinde in der Georg-Schumann-Straße mobil.

06.05.2014

Die Leipziger Linke fürchtet um ein Sterben der Bürgervereine in der Stadt. In einer Mitteilung vom Dienstag fordert die Ratsfraktion der Partei, mehr Engagement seitens der Stadtverwaltung.

06.05.2014
Anzeige