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Dänische Biersuppe und Freispruch für Egon

Olsenbande aus forensischer Sicht in Leipzig serviert Dänische Biersuppe und Freispruch für Egon

Das Phänomen Olsenbande aus forensischer Sicht: Im Herrenhaus in Möckern haben drei Leipziger Experten am Wochenende eine kultige Filmretrospektive geliefert. Im Fasskeller gab es letztlich einen Freispruch für Dänemarks bekannteste Serienkriminelle Egon Olsen, Benny Frandsen und Kjeld Jensen.

Mächtig gewaltiger Auftritt in den Gewölben des Herrenhauses in Möckern: Psychiater Steffen Bratanow, Rechtsanwalt Denis van Ngo und Rechtsmediziner Benjamin Ondruschka (von links) bei ihrer Show „Phänomen Olsenbande aus forensischer Sicht“.

Quelle: Christian Modla

LEIPZIG.

Die drei hatten sich 2015 als Olsenbanden-Begeisterte gesucht und gefunden und den Plan geschmiedet, alle 14 Filme zu analysieren, in denen Egon mit seinen zwei Gefolgsganoven mächtig gewaltig zuschlägt. Ein ums andere Mal sichteten Ondruschka, Ngoc und Bratanow die zwischen 1968 und 1998 gedrehten Streifen. Wie berichtet, entsprang dieser Detektivarbeit eine Studie, die jüngst im renommierten Archiv für Kriminologie publiziert wurde. Titel des wissenschaftlichen Aufsatzes über die leidgeplagten Leinwand-Übeltäter: „Das Phänomen Olsenbande aus forensischer Sicht.“ Auf zwölf Seiten breiten die Autoren dabei unter anderem aus, was bei den diversen Versuchen, große Coups zu landen, so alles zu Bruch ging. Körperlich, psychisch und immer komödiantisch.

Beim Gedruckten wollten es die Experten nicht belassen und brachten ihre Forschungsresultate nun mit viel Slapstick im Fasskeller zur Aufführung. Kjeld wäre das Wasser im Munde zusammengelaufen: Zur Stärkung gab es bei der Show für das Publikum jenes Menü, das bei „Die Olsenbande sieht rot“ für Gaumenfreuden sorgte. Nach gut zwei Stunden Comedy, Faktencheck und Filmeinspielern setzte Denis van Ngoc schmunzelnd zum Abschlussplädoyer an. Verjährt sei alles, was die Gesetzesbrecher einst verzapften. Und Schadenersatz hätte das Trio genug geleistet: „Mit den insgesamt mehr als 22 Filmstunden haben sie Generationen von Kinobesuchern prächtig unterhalten – und tun das bei den Wiederholungen im Fernsehen noch immer“.


























Von Mario Beck

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