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Damit das St. Elisabeth trocken bleibt: Betonwand mit Ballack-Tor entsteht

Damit das St. Elisabeth trocken bleibt: Betonwand mit Ballack-Tor entsteht

Bei dem heftigen Gewitter am Montagmorgen hat ein Blitz zwar Teile der Telefonanlage lahmgelegt, ansonsten aber perlen extreme Wetterlagen an den Mitarbeitern des St.

Elisabeth-Krankenhauses inzwischen ab, als träfen sie auf einen Neoprenanzug. Gelassen macht in diesen Tagen der Hochwasserschutz. Auch wenn der Bau einer ein Meter hohen Betonwand noch nicht abgeschlossen ist.

Auslöser für die Errichtung der Schutzmauer war der Abend des 20. Juni 2013, als sich bei einem der verheerendsten Unwetter der vergangenen Jahre Sturzbäche aus der Hildebrandstraße in die Notaufnahme des Connewitzer Krankenhauses ergossen (die LVZ berichtete). Der Notfalltrakt, der sich in einer Senke befindet, und die darunterliegenden Bereiche soffen in Windeseile ab. Das Personal legte Dauer-Dienste ein, um den Wassermassen Herr zu werden. In einigen Gebäudeabschnitten stand das Nass sechs Meter (!) hoch. Bei einem ähnlichen Starkregen zwei Jahre zuvor hatte der höchste Pegelstand "nur" 70 Zentimeter betragen.

An Notaufnahme, Küche, Materialwirtschaft und Technikzentrale entstanden bei der Überschwemmung im Juni 2013 Schäden in Millionen-Höhe. Deren Beseitigung dauert an. "Die Technik zum Beispiel wird verlagert, wandert eine Etage höher", sagt Elisabeth-Sprecherin Tina Murzik-Kaufmann.

Herzstück des Hochwasserschutzkonzeptes aber ist die Betonwand rund um den Eingang der Notaufnahme. Das Besondere an dem Wall: Drei Schotts - Klapptore aus Metall - schließen automatisch, sobald die Niederschlagsmengen bedrohliche Ausmaße annehmen. Zwei dieser Tore stehen bereits, ein drittes wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Maßgeblichen Anteil an deren Errichtung hat ein ehemaliger Fußball-Nationalspieler. "Capitano" Michael Ballack hatte Tage zuvor in der Red-Bull-Arena sein Abschiedsspiel beendet, als sich der Himmel verfinsterte und das St. Elisabeth überflutet wurde. Der Star überwies später 100000 Euro nach Leipzig. Eine Hälfte floss ins Krankenhaus, die andere ins Wilhelm-Ostwald-Gymnasium. Ein Schott kostet rund 50000 Euro. Eines der Hochwasserschutz-Tore ist also ein Ballack-Tor. Möge es an allen Unwetter-Tagen ein Volltreffer sein!

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.08.2014

Dominic Welters

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