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Lokales Dank Spenden und Privatdarlehen: Leipziger „Noch Besser Leben“ gerettet
Leipzig Lokales Dank Spenden und Privatdarlehen: Leipziger „Noch Besser Leben“ gerettet
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12:26 20.03.2017
Das „Noch Besser Leben“ bleibt wohl auch in Zukunft Anlaufstelle für Musik, Kunst und Barkultur. Quelle: Dirk Knofe
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„Manche von unseren Freunden scheinen ihren letzten Cent gegeben zu haben“, schwärmt Olaf Walter, Geschäftsführer des „Noch Besser Leben“ im Gespräch mit LVZ.de, „auf unserem Konto sind ganz unrunde Beträge eingegangen.“ Über 300 Fans der Kultbar an der Ecke Merseburger Straße/Karl-Heine-Straße hätten bisher den Hilferuf auf Facebook erhört und seit Donnerstag insgesamt 5000 Euro gespendet. Mit dem Geld ist fast die Hälfte der 12.000 Euro, die eine Krankenkasse von den Betreibern des NBL fordert, gedeckt. Walter kann es selbst noch nicht fassen: „Die Resonanz ist überwältigend. So schaffen wir es auf jeden Fall.“ Doch damit nicht genug: Zwei Privatdarlehen sollen die Rettung perfekt machen.

Kostenaufschlüsselung angekündigt

Den Insolvenzanwalt hätten die Bemühungen der vergangenen Tage ebenso positiv gestimmt: „Wenn das Geld bis Ende der Woche bei der Krankenkasse eingeht, ist die Sache vom Tisch“, berichtet Walter aus den Verhandlungen. Das drohende Ende wäre damit abgewendet. Weitermachen wie bisher, kommt für den Geschäftsführer jedoch nicht in Frage: „Wir sind unseren Gästen und Freunden eine Erklärung schuldig.“ Auf Facebook kündigt das NBL-Team für die nächsten Tage eine Aufschlüsselung der Kostenstruktur und einen Blick in die Zukunft an. Außerdem sollen die Spenden online aufgelistet werden. Jedoch bittet Walter um Geduld: „Ich versuche das so schnell wie möglich zu machen, aber zunächst hat die finanzielle Absicherung Vorrang.“

Kultur soll ausgegliedert werden

Ein Teil des neuen Konzepts ist bereits im Spendenaufruf zu lesen: So sei geplant, die kulturellen Angebote des NBL in einen Verein auszugliedern und ihn mit ehrenamtlicher Arbeit zu unterstützen. Zuletzt sei das Kulturprogramm – Ausstellungen, aber vor allem kostenfreie Konzerte und die Betreuung der Musiker – nicht mehr durch Überschüsse aus dem Bargeschäft finanzierbar gewesen. Als Grund nannte Walter unter anderem die rapide ansteigenden Mieten im Viertel.

Von Anton Zirk

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