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Das Burgplatz-Loch soll weg: Stadt Leipzig will Baugrube verfüllen lassen

Das Burgplatz-Loch soll weg: Stadt Leipzig will Baugrube verfüllen lassen

Das ewige Burgplatz-Loch am Petersbogen soll endlich verschwinden. Zum einen will die Stadt einen Bebauungsplan für den Burgplatz aufstellen, mit dem Ziel, die Brachfläche zum öffentlichen Platz umzuwidmen.

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Das Burgplatz-Loch soll endlich verfüllt werden.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Zum anderen will man den Eigentümer mit juristischen Mitteln auffordern, das Loch zu verfüllen. Mit einer schnellen Lösung sei trotzdem nicht zu rechnen, sagte Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD) am Dienstag vor Pressevertretern.

Seit Mitte der 1990er Jahre hat die Stadt gehofft und gebangt, dass der Burgplatz als eines der Eingangstore zur Innenstadt eine repräsentative Gestaltung bekommt. Mit dem Bau des Petersbogens und den Willensbekundungen des britischen Investors Amec/KIG, die Burgplatzpassagen zu vollenden, schien die Lösung zum Greifen nah. Die Baugenehmigung galt für die Errichtung eines Geschäftszentrums mit Hotel, Handel, Restaurants und Tiefgarage, so das Baudezernat. Allerdings wurde das Projekt immer wieder aufgeschoben.

Stadtrat soll über Bebauungsplan entscheiden

Den letzten schriftlichen Kontakt mit der Londoner Firma Amec/KIG gab es im April 2011, so zur Nedden. Die Stadt wollte Klarheit, was mit dem prominenten Platz passiert, doch der Eigentümer hätte "keine erkennbaren Reaktionen" gezeigt. Die Planer wollen nun die Reißleine ziehen, haben sich ein externes Gutachten einer Berliner Kanzlei eingeholt, die auf Baurecht spezialisiert ist. Noch im Februar bekommt der Leipziger Stadtrat eine Vorlage für einen Aufstellungsbeschluss, mit dem das Verfahren für den Bebauungsplan angestoßen wird. Auch im vereinfachten Verfahren dauere es aber rund ein Jahr, bis alle Schritte vollzogen seien, schätze zur Nedden.

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Bodenrichtwertkarte Leipzig (Ausschnitt).

Quelle: Quelle Stadt Leipzig

"Wenn der Bebauungsplan aber so veröffentlicht würde, bestünde auf dem öffentlichen Platz kein Baurecht für einen Hochbau mehr", sagte Christina Meyer-Kayser, Juristin im Baudezernat. Auch dann kann die Stadt nicht einfach über die Fläche verfügen. Wenn die öffentliche Hand das Grundstück übernimmt, muss sie dafür zahlen. Zu den möglichen Kosten wollte sich der Baubürgermeister zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern. Das Areal, auf dem die Baugrube ausgehoben wurde, ist nach Informationen aus dem Stadtplanungsamt knapp 2000 Quadratmeter groß. Laut Bodenrichtwertkarte von 2010 liegt der Quadratmeterpreis auf dem Burgplatz aktuell bei 1500 Euro.

Eigentümer soll die Grube verfüllen

Das "Verfüllungsgebot" für die Grube soll das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege unabhängig von dem Verfahren für den Bebauungsplan in den nächsten Wochen versenden. "Natürlich kann der Eigentümer dagegen Rechtsmittel einlegen", sagte zur Nedden. Auf Nachfrage, warum die Stadt die Aufforderung nicht früher ausgesprochen habe, erklärte Stadtplanungsamtsleiter Jochem Lunebach: "Man muss schon davon ausgehen können, dass es sich um einen dauerhaft unzumutbaren Zustand handelt. " Lunebach: "Da muss jetzt etwas passieren."

Evelyn ter Vehn

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