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Das E-Haus auf der Leipziger Fachmesse

Smart-Home Das E-Haus auf der Leipziger Fachmesse

Sein Leben im Griff zu haben – das liegt naturgemäß vielen Menschen am Herzen. Dies zu schaffen, dazu trägt ein Stück weit das moderne Haus der Zukunft bei. Eine Vision, die längst begonnen hat, Wirklichkeit zu werden. Smart-Home oder E-Haus heißt dieses Wunderwerk, das durchaus Züge von Science Fiction aufweist. Erst kürzlich war eines dieser nahezu total elektronisch überwachten Gebäude in Leipzig zu sehen.

dpa

Leipzig . Sein Leben im Griff zu haben – das liegt naturgemäß vielen Menschen am Herzen. Dies zu schaffen, dazu trägt ein Stück weit das moderne Haus der Zukunft bei. Eine Vision, die längst begonnen hat, Wirklichkeit zu werden. Smart-Home oder E-Haus heißt dieses Wunderwerk, das durchaus Züge von Science Fiction aufweist. Erst kürzlich war eines dieser nahezu total elektronisch überwachten Gebäude in Leipzig zu sehen. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) hatte es hier auf der Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik (Efa) vorgestellt und Tausende Besucher angelockt.

Auch die Firma Schwaiger aus dem mittelfränkischen Langenzenn bei Fürth zeigte damals in einem vollständig umgerüsteten LKW in Leipzig, wie das Smart-Home funktioniert. Dabei beschert es vor allem Verbrauchern, die in den eigenen vier Wänden großen Wert auf Sicherheit und Überwachung legen, einen echten Zugewinn. Fast alle wünschenswerten Regulierungen im Gebäude „sind von einem iPad aus - mit einer einzigen App – steuerbar“, erklärt Andreas Habermehl, Referatsleiter im ZVEH. Ob Herd, ob Kaffeemaschine, Heizung oder Licht, ein zartes Tippen auf dem iPad oder Handy bringt alles zum „Laufen“. Selbst als TV- und Radiofernbedienung erfüllt es seinen Zweck und informiert - was Wunder – welche Lebensmittel noch im Kühlschrank vorhanden sind. „Im Supermarkt kann ich also rasch auf dem Handy nachschauen, ob ich beispielsweise Käse oder Eier kaufen muss“, nennt Habermehl weitere Vorzüge der E-Haus-Technik.

Manche mögen das als Spielerei abtun und setzen lieber auf mehr Sicherheit. Wenn etwa auf dem Weg zur Arbeit plötzlich der Schreck in die Glieder fährt, ob alle Haushaltsgeräte ausgeschaltet sind - kein Problem für das System. „Kühlschrank, Elektroherd oder Spülmaschine sind via W-Lan mit dem Netzwerk des Hauses und über einen gesicherten Zugang mit dem Internet verbunden, sodass ich per App prüfen kann ob alles ausgeschaltet ist“, berichtet der ZVEH-Mann. Aber nicht nur das.

In modernen Häusern würden Fenster und Türen mit Kontakten versehen, die in eine zentrale Steuerung integriert seien. Offene Fenster und Türen geben also dem Nutzer eine entsprechende Warnung. „In Verbindung mit einer Einbruchsmeldeanlage können diese Informationen auch an ein mobiles Endgerät gesendet werden“, schwärmt Habermehl. So lasse sich bequem in Verbindung mit Bewegungs- und Glasbruchsensoren ein Übergriff festgestellt und ein Alarm ausgelöst werden. Ein Wermutstropfen dabei bleibt: „Eine Garantie, dass damit ein Einbruch verhindert wird, gibt es leider nicht.“

Ferner bietet ein solches High-Tech-Haus weitere Vorzüge in Sachen Sicherheit. Rauchwarnmelder sind inzwischen nicht nur untereinander vernetzt, sondern können auch über eine zentrale Steuerung Informationen nach außen an den Hausbesitzer weiterleiten, wenn etwa ein Brand erkannt wird. „Zudem ist der Einbau von besonderen Brandschutzschaltern ein sehr gutes Mittel, um Brände die durch eine elektrische Anlage ausgelöst werden, zu verhindern“, berichtet der Fachmann vom ZVEH. Ganz einfach, „indem die Fehlerstelle abgeschaltet wird bevor der Brand überhaupt erst entsteht“.

Darüber hinaus regelt das integrierte Energie-Management den Stromverbrauch, speist automatisch Photovoltaik-Strom vom Dach ins Netz ein oder auch vom Windrad oder von der installierten Wärmepumpe. „So wird garantiert, dass möglichst viel von der selbst erzeugten Energie auch im Haus verbraucht wird.“ Dadurch werde beim Verbrauch „externer“ Energie gespart. Das steigere den Autarkiegrad des Gebäudes. Hohe Effizienz der Abläufe sei dadurch garantiert. „Dies geschieht alles vollautomatisch und kann sogar in Abhängigkeit von der zu erwartenden Wettersituation und dem vom System selbstgelernten Nutzerverhalten der Bewohner gestaltet werden.“

Und wem es Spaß macht, der lässt sich noch intelligente Fliesen einbauen. Ein Wisch nach unten und die Jalousie des Badfensters schließt sich. Selbst ein Teppich kann es in sich haben. „Sollte ich umfallen und auf ihm liegen bleiben, setzt er ein Signal beispielsweise an Verwandte ab, die sofort alarmiert werden und zu Hilfe kommen“, nennt Habermehl einen weiteren Vorzug des vernetzten Hauses.

Von Ulrich Langer

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