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Das Grabtuch in der russischen Kirche ist wieder da

102 Jahre altes Kunstwerk Das Grabtuch in der russischen Kirche ist wieder da

Die russisch-orthodoxe Gemeinde der St.-Alexij-Gedächtniskirche in Leipzig hat ein wichtiges Kunstwerk restauriert zurückbekommen: Das Grabtuch, dass den toten Jesus Christus zeigt.

Das restaurierte Grabtuch und seine Restauratorinnen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Alexej Tomjuk, geistliches Oberhaupt der russisch-orthodoxen Gemeinde der St.-Alexij-Gedächtniskirche, strahlte gestern Vormittag übers ganze Gesicht. „Die Damen haben großartige Arbeit geleistet“, freute sich der Erzpriester und wandte sich wieder dem Grabtuch zu – jenem Gemälde auf Leinwand, das den toten Jesus Christus zeigt und mit schwarzem Samt umrahmt ist.

Die textilen Eckbehänge des 102 Jahre alten Kunstwerkes wiederum sind mit einem Schriftzug aus Messingfaden bestickt. Ein gutes Jahr lang haben die hochgelobten Damen den liturgischen Gebrauchsgegenstand aufwändig bearbeitet, um ihm zu altem Glanz zu verhelfen. Die freiberuflichen Leipziger Diplom-Restauratorinnen Claudia Nicolaisen-Luckenbach, Ingrid Pfeiffer und Christina Neubacher haben, da auf unterschiedlichen Gebieten Fachfrauen, sich des Grabtuches nacheinander angenommen.

Nicolaisen-Luckenbach kümmerte sich um die Risse in der Leinwand und den Abrieb der Malschicht, denn das Bild wurde von den Gläubigen regelmäßig berührt oder geküsst. Pfeiffer hatte ein (mikroskopisches) Auge auf Stickereien und Nähte, Neubacher besah sich die Metallfäden und Messingverzierungen. Die Strippen im Hintergrund zog Brigitte Kempe-Stecher, die Chefin des Ortskuratoriums Leipzig der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Die Stiftung unterstützte das Vorhaben auch finanziell, hilft gerade obendrein dabei, zwei riesige Standartenikonen zu retten. Eine der beiden, die den Erzengel Michael zeigt, soll zum Tag des offenen Denkmals in die Russische Gedächtniskirche zurückkehren. (dom)

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