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Lokales Das Gros der Leipziger blickt optimistisch in die Zukunft
Leipzig Lokales Das Gros der Leipziger blickt optimistisch in die Zukunft
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23:21 07.08.2017
Die Zukunft wird gut! Das erwartet zumindest ein Großteil der Leipziger. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Mehr als drei Viertel der Leipziger sind mit ihrem Leben zufrieden. Das geht aus der Bürgerumfrage 2016 hervor. Die Stadt hat weitere Details ausgewertet – etwa zu Wohnen, Einkommen und Zufriedenheit.

87 Prozent aller Leipziger leben in einer Mietwohnung, neun Prozent im eigenen Haus, vier Prozent in einer Eigentumswohnung. Rund 30 Prozent ihres Einkommens müssen die Menschen für Miete und Nebenkosten ausgeben, das ist weniger als ein Jahr zuvor. Dabei wurden Fragebögen an 6000 Leipziger im Alter von 18 bis 85 Jahren verschickt, 2561 Personen haben geantwortet.

Steigendes Einkommen lässt Mietbelastung sinken

 „Ein recht überraschendes Ergebnis der Befragung ist, dass die Mietbelastung der Haushalte aufgrund steigender Einkommen stabil bis rückläufig ist“, erklärt Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning (SPD). Einkommensschwache Personen, die unter 1100 Euro im Monat haben, wenden in Leipzig deutlich weniger für das Wohnen auf (42 Prozent) als im deutschen Durchschnitt (51,2 Prozent). Das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen der Leipziger betrug 2016 mit 1280 Euro lediglich zwei Prozent über dem des Vorjahres. Im Durchschnitt verfügte jeder Leipziger Haushalt monatlich über 1701 Euro netto. Zwei Drittel blicken optimistisch in die Zukunft.

Ein Drittel der Haushalte war in den letzten vier Jahren von Mieterhöhungen betroffen. Während seit 2012 bei Neuvermietung die Grundmieten um über 20 Prozent geklettert sind, blieben die Bestandsmieten nahezu unverändert. 5,39 Euro (kalt) beziehungsweise 7,59 Euro (warm) zahlen die Leipziger im Schnitt für den Quadratmeter. Besonders häufig waren Bewohner von Plattenbauwohnungen von Erhöhungen betroffen (43 Prozent), davon überdurchschnittlich im Nordwesten. Die durchschnittliche Wohnfläche hat sich im Vergleich zu 2015 auf 69,7 Quadratmeter erhöht.M.O.

Angst vor Kriminalität

Am meisten punktet die Stadt bei ihren Bewohnern mit dem großen Angebot an öffentlichen Grünanlagen und Gewässern. Mehr als drei Viertel der Befragten sind damit zufrieden. Die größten Probleme sehen die Leipziger nach wie vor beim Thema Sicherheit. 48 Prozent der Befragten gaben dies so an. Jeder Zweite hat Angst, Opfer von Kriminalität zu werden. „Ältere Menschen haben diese Wahrnehmung öfter als Jüngere“, so Hörning. Bei den 50- bis 64-Jährige sehe jeder Zweite hier das größte Problem, bei den 65- bis 85-Jährigen sogar drei Viertel. Ob dies immer berechtigt ist, sei dahingestellt. Doch es beeinträchtigt auf jeden Fall ihre Lebensqualität. Deshalb will die Stadt sich einsetzen, dass die Polizei präsenter ist oder die Verkehrsmittel sicherer werden.

 Jeder Vierte problematisiert den Straßenzustand, verkehrsbezogene Probleme mit Baustellen und Umleitungen benennt jeder Fünfte. Viele ärgern sich auch über knapp werdende Parkplätze. Die Jüngern (18 bis 34 Jahre) beschäftigt auch Fremdenfeindlichkeit. Auf Platz vier der größten städtischen Probleme setzen sie aufgrund hoher Zuzugs- und Geburtenraten Kindertagesstätten. Jeder Vierte in dieser Gruppe sieht hier Nachholbedarf.

Auto meisgenutztes Verkehrsmittel

Apropos Verkehr: Das Auto bleibt das meistgenutzte Verkehrsmittel bei Wegen zur Arbeit und zu Einkäufen. Mit 43 Prozent ist dieser Wert allerdings der niedrigste seit 1993. In 58 Prozent aller Haushalte steht mindestens ein Privat-Pkw zur Verfügung. In 70 Prozent aller Haushalte gibt es ein oder mehrere Fahrräder. M.O.

 Die Ergebnisse der Kommunalen Bürgerumfrage 2016 sind auf leipzig.de/buergerumfrage einsehbar.

m.o.

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