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Das Leipziger Burgplatzloch ist verkauft - Neuer Eigentümer bleibt noch anonym

Das Leipziger Burgplatzloch ist verkauft - Neuer Eigentümer bleibt noch anonym

Fast zwei Jahrzehnte hat es gedauert - nun herrscht endlich etwas Klarheit für das berühmteste Bauloch der Stadt. Der auf Einzelhandelsimmobilien spezialisierte Immobilienberater Comfort hat am Freitag einen LVZ-Bericht vom Donnerstag bestätigt, nach dem es einen neuen Eigentümer für das Einkaufszentrum Petersbogen und das Burgplatzloch gibt.

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Der neue Eigentümer will derzeit noch nicht öffentlich genannt werden und sich erst nach Gesprächen mit der Stadt zur Zukunft des Burgplatzloches äußern.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Comfort Berlin-Leipzig GmbH habe den Verkaufsprozess in den vergangenen anderthalb bis zwei Jahren intensiv für den Verkäufer begleitet, sagte deren Geschäftsführender Gesellschafter Björn Gottschling.

Der neue Eigentümer sei ein internationaler, institutioneller Käufer, der seine Objekte in aller Regel langfristig behält und selbst entwickelt. In Leipzig verfüge er bereits über zahlreichen Immobilienbesitz ganz unterschiedlicher Größenordnungen und Nutzungen, erläuterte Gottschling.

"Wir sind sehr zuversichtlich, dass mit dem neuen Eigentümer bald auch Schwung in die Frage nach einer guten und integrierten Lösung für das Areal des Burgplatzloches im Zusammenhang mit einer Revitalisierung und Verbes- serung des bestehenden Einkaufszentrums Petersbogen kommt", sagte Gottschling.

Als seriöser Investor wolle der neue Eigentümer aber zunächst mit der Stadtverwaltung ins Gespräch kommen, bevor er sich zur Zukunft des Burgplatz-Areals äußere. Auch der Name des Käufers werde auf seinen Wunsch hin vorläufig nicht genannt. Gottschling bestätigte jedoch, dass es sich nicht um das Leipziger Unternehmen Stadtbau AG handelt, welches zuletzt als Interessent für einen Erwerb im Gespräch war.

Der Petersbogen wurde vom britischen Baukonzern Amec errichtet und im April 2001 eröffnet. Später erwarb Amec das Burgplatzloch hinzu, um den Petersbogen erweitern zu können, verwarf diese Pläne jedoch im Jahr 2009. Die Stadt Leipzig versuchte immer wieder, Druck aufzubauen und Amec zum Handeln zu zwingen, damit das Loch verschwindet - ohne Erfolg. Mittels einer bauaufsichtsrechtlichen Verfügung wurde von den Briten zwischenzeitlich verlangt, wenigstens die Grube zu verfüllen. Dagegen legte Amec Widerspruch ein. Seit Anfang 2012 treibt die Kommune ein Bebauungsplanverfahren zum Burgplatzloch voran.

Das heute durch einen Bauzaun abgeriegelte und teilweise bewachsene Loch entstand 1995 als Baugrube für eine Tiefgarage, die wegen einer Insolvenz nie fertiggestellt wurde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.09.2014

Jens Rometsch

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