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Lokales Das Leipziger Schwedenhaus bittet Königin Silvia zum Hausbesuch
Leipzig Lokales Das Leipziger Schwedenhaus bittet Königin Silvia zum Hausbesuch
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06:01 25.09.2018
Das „Schwedenhaus“ bietet Platz für 180 Kinder: Der schöne, weitläufige Garten hinterm Haus eignet sich nicht nur zum Toben und Spielen, hier musiziert Ikorni Kröger mit den Kindern an einem schönen Vormittag. Quelle: Fotos (2): André Kempner
Leipzig

Ab morgen stattet Königin Silvia von Schweden der Messestadt einen Besuch ab, um unter anderem das bundesweit erste Childhood-Haus zur Betreuung junger Missbrauchsopfer zu eröffnen (die LVZ berichtete). Das wäre eine gute Gelegenheit, mal im „Schwedenhaus“ im Leipziger Süden vorbeizuschauen, findet Christoph von Berg. Der geschäftsführende Vorstand der Leipzigstiftung und Bauherr der integrativen Kindertagesstätte in der Gustav-Freytag-Straße 31 in Connewitz muss heute noch schmunzeln, wenn er daran denkt, dass die Schweden-Story der Kita eigentlich ganz zufällig geschrieben wurde.

Wie bei Pippi Langstrumpf

Der blau-weiße Farbanstrich des zweistöckigen Gebäudes hatte dafür gesorgt, dass es in der Nachbarschaft nur das „Schwedenhaus“ genannt wurde. Und das zurecht – auch Pippi Langstrumpf aus der Villa Kunterbunt und die Kinder von Bullerbü hätten sich in dem Kleinod so richtig wohlgefühlt: Es gibt einen Forscherraum und eine Schreibwerkstatt, zwei Bauräume und einen großzügig gestalteten Garten, wo die 180 Knirpse viel Platz zum Spielen haben oder sich wie Jasper, Ben, Moritz und Lotta auf einem der Hügel einfach mal eine Ruhepause gönnen.

Eckig und gerade geht nicht

Zum „Schwedenhaus“, das vor zwei Jahren neu eröffnet wurde, gesellt sich eine weitere Kita auf dem Nachbargrundstück, beide werden vom Berufsbildungswerk (BBW) betrieben. „Ein eckig, gerader Kasten als Kita kam für uns nicht in Frage“, so von Berg, der bekennender Schwedenfan ist. Als Vierjähriger weilte er in den 1950er-Jahren drei Wochen lang in einem schwedischen Kinderheim und später lernte er das Land im Urlaub kennen – und lieben.

Projektförderung über „Kids für Europa“

„Stockholm ist ein Traum“ und so initiierte der Anwalt eine Kooperation mit Vorschuleinrichtungen in Skandinavien. Auch Dank Petra Löschke, der schwedischen Honorarkonsulin für Sachsen und Sachsen-Anhalt mit Sitz in Leipzig, fand bereits vor zwei Jahren ein erstes Kennenlernen statt und schnell keimte der Wunsch auf, einen professionellen Fachkräfteaustausch zu organisieren. Das BBW bewarb sich im Rahmen des geförderten Projektes „Kids für Europa“ und bekam im Juli den Zuschlag der Europäischen Union erteilt. Im März 2019 reist ein Team von sechs Fachkräften für zehn Tage in die schwedische Hauptstadt, um in einer Kindertagesstätte zu hospitieren. Aber profitieren werden wir alle, sagte Kita-Leiterin Mandy Allert in Hinblick auf ihre Schützlinge Jasper & Co., die in kleinen Gruppen zum Austausch mit den schwedischen Kindern angeregt werden. Es werde um Alltägliches gehen, Lieblingsessen und Lieblingssport bis hin zu Sprachspielen und die ersten Worte in der anderen Sprache.

Internationales wird groß geschrieben

Inhaltlicher Schwerpunkt der Zusammenarbeit sind die Internationalisierung und Digitalisierung für Kinder. Dafür wollen beide Seiten digitale Freundschaften aufbauen, die virtuell über das weit verbreitete Kommunikationstool Skype gepflegt und in gemeinsamen Projekten wie Lerntagebüchern weitergetragen werden. Es geht den Leipzigern um einen natürlichen Umgang mit den neuen Medien und die sinnvolle Einbeziehung der Technik in den pädagogischen Alltag, fasst Tobias Schmidt, BBW-Hauptgeschäftsführer zusammen.

Von Regina Katzer

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