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Lokales Das Polnische Institut in Leipzig bleibt erhalten - in Zukunft nur zwei Mitarbeiter
Leipzig Lokales Das Polnische Institut in Leipzig bleibt erhalten - in Zukunft nur zwei Mitarbeiter
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23:59 16.05.2014
Ursprünglich sollte das polnische Institut am Markt zum 31. Juli geschlossen werden. Nun geht es doch weiter. Quelle: Andreas Doering

Die Bestandsgarantie gab der Botschafter Polens, Jerzy Marganski, dem polnischen Honorarkonsul in Sachsen, Markus Kopp.

"Unser Dank gilt den vielen engagierten Bürgern in Leipzig, Dresden, Weimar, Krakau und andernorts, die mit ihren Protestbriefen und E-Mails an die Botschaft in Berlin und das Außenministerium in Warschau zum zweiten Mal in sechs Jahren verhindert haben, dass das Polnische Institut geschlossen wird", sagt sichtlich gerührt Magirius, Ex-Stadtpräsident von Leipzig und Ehrenbürger von Krakau. "Das Institut hat eine enorme Bedeutung für die Beziehungen zwischen Polen und Mitteldeutschland. Es kann nicht nur unter wirtschaftlichem Gesichtspunkt gesehen werden, denn es ist ein wichtiger Kulturbotschafter, der Menschen zusammenführt", so der Honorarkonsul. Kopp, im Hauptberuf Vorstandschef der Mitteldeutschen Flughafen AG, unterstreicht, dass auch die Staatsregierungen von Sachsen und Thüringen sowie Leipzigs OBM Burkhard Jung (SPD) enormen Druck gemacht hätten und Magirius, der große Freund Polens, viele Drähte glühen ließ, etwa zu seinem Freund, dem lebenden polnischen Denkmal, Wladyslaw Bartoszweski (92). Selbst in Krakau haben sich Stadt- und Parlamentspräsident für das Leipziger Institut stark gemacht. "Ich durfte dort im Parlament über das Institut sprechen", so Magirius.

Ursprünglich sollte das Institut zum 31. Juli geschlossen werden. Inzwischen aber wurden die Kündigungen an die beiden Mitarbeiter Bernd Karwen und Rainer Mende zurückgenommen und durch neue Arbeitsverträge ersetzt. Das Institut bleibt weiterhin Außenstelle des Berliner Polnischen Instituts. Allerdings wird personell noch weiter abgespeckt. Abgeschafft wird der Posten des Vize-Direktors Wojciech Wieckowski. Das sei sehr bedauerlich, so Kopp, da Wieckowski sehr viele Veranstaltungen inspiriert habe.

Jetzt komme es darauf an, das verbleibende kleine Institut zu stärken. Magirius' Traum ist der von einem deutsch-polnischen Haus mitten am Markt. Das könne aber nur gelingen, wenn die Kräfte gebündelt werden. Die Stadt habe auch Interesse daran, dass das Institut nicht aus dem Stadtbild verschwinde und schon Unterstützung signalisiert, freuen sich beide. Die Räumlichkeiten am Markt 10 seien für ein so kleines Team allein zu groß, so Kopp. Daher mache es Sinn, etwa gemeinsam den Veranstaltungssaal zu betreiben. Vorstellbar wäre eine Kooperation mit dem Europahaus, und dass weitere Initiativen die Räumlichkeiten mitnutzen würden, etwa die Gesellschaft Leipzig-Krakau, die deutsch-polnische Gesellschaft oder die sächsisch-polnische Gesellschaft. "Es wäre ein verheerendes Signal gewesen, in Leipzig den 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution zu feiern und gleichzeitig das Polnische Institut zu schließen", resümiert Magirius.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.05.2014

Kecke, Anita

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