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Lokales Das sagt ein Leipziger nicht! - Facebook-Trend amüsiert Tausende
Leipzig Lokales Das sagt ein Leipziger nicht! - Facebook-Trend amüsiert Tausende
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10:06 06.07.2013
Die Leipziger Gruppe hat rund 3900 Mitglieder Quelle: Screenshot LVZOnline
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Leipzig

In dem sozialen Netzwerk formieren sich fast täglich neue Spaßgruppen, in denen sich die User in kurzen Sprüchen auf ironische Weise mit einer Stadt, einem Studiengang oder einem Beruf auseinandersetzen.

Tausende Fans schmunzeln dann darüber, dass ein Leipziger zum Beispiel nie sagen würde: „Der City-Tunnel ist aber schnell fertig geworden“ oder „Oh, gleich 2 Kita-Plätze zur Auswahl. Da weiß ich gar nicht, wie ich mich entscheiden soll.“

Bei Sachsens großen Städten ist die Gruppe „Dinge, die ein Chemnitzer nicht sagt“ Spitzenreiter. Sie hat bereits knapp 10.000 Fans, und das, obwohl sie sich erst vor zwei Wochen gegründet hat. Dort sind Sprüche wie „Vom Hauptbahnhof nimmst du am besten den ICE nach Berlin!“ oder „Der CFC schafft den sicheren Aufstieg in die 2. Liga“ zu lesen.

Die Magdeburger Gruppe freut sich mit Ironie über ihren Status: „Schade, dass Halle nicht Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt ist.“ Es kann aber durchaus auch ernster zugehen. So schrieb ein Facebook-Nutzer: „Die Elbe, harmloser Fluss“ und veröffentlichte dazu ein Bild der weit über die Ufer getretenen Elbe.

Der Gründer der Magdeburger Gruppe, Tom Siesing, verweist auf der Seite darauf, niemanden beleidigen zu wollen und die Netiquette (die Etikette im Netz) zu achten. „Ich bekomme am Tag 30 bis 40 konstruktive Zuschriften, von denen ich 3 bis 4 Beiträge veröffentliche.“ Dabei achte er darauf, dass die Themen ethisch korrekt sind und dass nicht ähnliches gepostet wird. „Besonders gut kommen Posts über die lang gepflegte Feindschaft zwischen Magdeburg und Halle an und über Dinge, die es in der Stadt nicht gibt wie Starbucks oder KFC.“

Das Team von „Dinge, die ein Erfurter nicht sagt“ erklärt: „Die Spruch-Ideen kommen fast alle von unseren Mitgliedern. Wir veröffentlichen täglich einen Beitrag mit Hinweis auf den Autor. So erkennen sich die Erfurter auf unserer Seite wieder.“ Sie hätten lange auf die Gründung der Erfurt-Gruppe gewartet. „Da es bis zum Gründungstag keine Seite gab, haben wir kurzerhand selbst eine erstellt.“

Martina Schubert, dpa

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