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Lokales Das sind Leipzigs beste Neubauten - Stadt vergibt Architekturpreis
Leipzig Lokales Das sind Leipzigs beste Neubauten - Stadt vergibt Architekturpreis
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01:00 13.11.2013

Öffentliche Einrichtungen waren seinerzeit als Bauherren sehr stark vertreten. Ein Bild, das die jetzige Jury unter Vorsitz des Berliner Architekturprofessors Volker Staab aber nicht mehr ganz so einseitig vorfand, als sie am 12. September 2013 ihre Entscheidungen fällte.

Etwa die Hälfte der 30 Wettbewerbsbeiträge stammen nun schon von privaten Bauherren. Meist sind es Wohnhäuser, wobei sich mit der Seniorenwohnanlage der Kontakt in Paunsdorf (Am Sommerfeld) auch eine Genossenschaft in Sachen Baukultur engagiert hat. "Die Zahl der Einfamilienhäuser nimmt ab", stellt Björn Teichmann vom Büro für Urbane Projekte fest, welches den Architekturpreis seit der ersten Ausgabe 1999 betreut. Dafür gebe es nun erstmals wieder Mehrfamilienhäuser unter den Bewerbungen - ein Trend, der auch im Stadtbild bei den immer öfter zu sehenden Lückenschlussprojekten ablesbar sei.

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Leipzig gehöre nach wie vor zu den wenigen Städten in Deutschland, die sich alle zwei Jahre so eine undotierte Auszeichnung gönnen. Architekten und Bauherren sollen damit für herausragende Leistungen gewürdigt, zugleich anderen Branchenvertreter ermuntert werden, mit den Mitteln der zeitgenössischen Architektur Bauaufgaben gut zu lösen. "Wir zehren immer noch stark von der hohen Qualität unserer Vorväter", meint Teichmann. "Doch damit das nicht abreißt, müssen wir auch weiter auf Baukultur achten."

Zum Wettbewerb zugelassen sind stets auch Freiraumgestaltungen und Umbauten oder Erweiterungen historischer Häuser, sofern diese eine besondere schöpferische Leistung der Architekten erkennen lassen.

An Großprojekten herrschte diesmal mit Gondwanaland, der City-Tunnel-Station Wilhelm-Leuschner-Platz und dem Einkaufszentrum Höfe am Brühl kein Mangel. Indes: Auswärtige Architekten kommen in Leipzig offenbar fast nur zum Zug, wenn Wettbewerbe laufen. In der Übersicht auf dieser Seite ist die Herkunft der Büros lediglich dann extra vermerkt, wenn sie nicht aus der Messestadt stammen. Ein Schlaglicht wirft auch der Fakt, dass gleich drei Neubauten auf der Alten Messe zu den Bewerbungen zählen. Dies darf als Beleg für die dortige Strategie gelten, das 100 Jahre alte Areal anspruchsvoll weiterzuentwickeln.

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau wird heute um 19 Uhr im Neuen Augusteum der Universität, Augustusplatz 10, das Geheimnis lüften, wer den Architekturpreis 2013 erhält. Zugleich eröffnet sie eine Ausstellung, die dort bis 29. November zu sehen sein wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.11.2013

Jens Rometsch

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