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Leipzig Lokales Das sind unsere heimischen Stelzen-Arten
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00:34 23.03.2018
Die Gebirgsstelze – hier ein Männchen – ist unsere größte Stelzenart mit einem deutlich längeren Schwanz. Im Winter zieht sie nur bei strengem Frost in wärmere Gegenden. Quelle: Richard Schöne und Peter Lommatzsch
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Leipzig

Bald beginnt wieder der Frühling und unsere Singvögel kehren aus dem Süden an ihre Brutplätze zurück. Zu diesen Frühlingsboten zählen auch drei Stelzenarten, die sich in Leipzig und der näheren Umgebung beobachten lassen: Weiße Bachstelze,

Die Bachstelze ist häufig zu beobachten. Sie trifft bereits Ende März im Raum Leipzig ein. Quelle: Richard Schöne und Peter Lommatzsch

die Wiesenschafstelze und die Gebirgsstelze.

Die weiße Bachstelze erscheint bereits Ende März wieder bei uns. An ihrem schwarz-weißen Gefieder, ihrem ständig wippenden langen Schwanz und an ihrem bogenförmigen Flug ist der Vogel sicher zu erkennen. Sie ernährt sich hauptsächlich von kleinen Insekten, Maden und Würmern, die sie behände am Boden umhertrippelnd fängt. Bachstelzen sind überall zu sehen; an Straßenrändern, in Parks, auf Wiesen, an Feldrändern, an Gräben und Bächen. Besonders beim Pflügen der Äcker kann man sie hinter dem Pflug beim Insektenfangen beobachten, so dass ihr dieses in manchen Regionen den Namen „Ackermännchen“ eingebracht hat. Ihr Vorkommen ist an geeignete Brutplätze gebunden, denn als Halbhöhlenbrüter bevorzugt sie für ihr Nest Spalten und Ritze an Schuppen und Gebäuden, Steinhaufen und Holzstapeln, in denen sie von April bis Juli mit zwei Bruten ihre Jungen großziehen kann.

Die Gebirgsstelze – hier ein Weibchen – ist unsere größte Stelzenart. Quelle: Richard Schöne und Peter Lommatzsch

Ende April trifft die Wiesenschafstelze aus ihrem afrikanischen Winterquartier bei uns ein. Man erkennt sie am gelben Bauch und grauem Rücken. Der Schwanz ist etwas kürzer als bei der Bachstelze. Sie besiedelt feuchte Gras- und Ackerflächen oft in Gesellschaft von Weidevieh, wie zum Beispiel im Stöhnaer Becken und in der Umgebung der Leipziger Seen, wo die Landschaft noch nicht restlos „kultiviert“ oder bebaut worden ist. Kleine Insekten und Gliedertiere, die geschickt am Boden gefangen werden, dienen ihr zur Nahrung. Sie baut ihr Nest gut getarnt am Boden. Sie brütet einmal, selten ein zweites Mal, denn im August verlassen uns die Vögel wieder, um den Winter in Afrika zu verbringen.

Die Gebirgsstelze ist unsere größte Stelzenart mit einem deutlich längeren Schwanz. Im Winter zieht sie nur bei strengem Frost in wärmere Gegenden, wo die Gewässer offen bleiben. Sie bevorzugt schnell fließende Flüsse und Bäche mit Geröll und steinigem Ufer. Dort befindet sich auch ihr Nest gut versteckt in Nischen und Halbhöhlen in Ufernähe. In der Regel finden zwischen April und Juli ein bis zwei Bruten statt. Leider ist dieser attraktiv gefärbte Vogel nur selten bei uns zu beobachten. Die schwarze Kehle, ein gelber Bauch und der graue Rücken kennzeichnen das Männchen in seinem Prachtkleid im Frühjahr. Das W

Ende April trifft die Wiesenschafstelze aus ihrem afrikanischen Winterquartier bei uns ein. Quelle: Richard Schöne und Peter Lommatzsch

eibchen ist dagegen mit seiner grauen Kehle und blassgelber Unterseite wesentlich bescheidener gefärbt. Als Nahrung dienen der Gebirgsstelze alle aquatischen Insekten und deren Larven, gelegentlich auch kleine Fische, die allerdings nur in sehr sauberen Gewässern reichlich zu finden sind.

Mit großem Glück kann man als Wintergast die Nordischen Schafstelze – eine Unterart der Wiesenschafstelze - bei uns antreffen. Im Sommer ist sie im Norden Skandinaviens zu Hause.

Von Evelyn Schöne und Peter Lommatzsch

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