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Lokales „Das wäre mega!“ - Euphorie um Leipzig-Pläne von „Karls Erdbeerhof“
Leipzig Lokales „Das wäre mega!“ - Euphorie um Leipzig-Pläne von „Karls Erdbeerhof“
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13:27 18.03.2016
Auf Karls Erdbeerhof in Rövershagen (Mecklenburg-Vorpommern) zählt Brunhilde Wunderlich die Tage bis zur Ernte. Auch Leipzig soll bald ein „Karls“-Erlebnisdorf bekommen. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Nachricht hat in den sozialen Netzwerken die Begeisterung in ungeahnte Höhen getrieben: Erlebnisbauer „Karls“ aus Rövershagen bei Rostock will auch einen Hof in Leipzig aufbauen. Auf der Facebook-Seite von LVZ.de vergaben die Nutzer dafür in kürzester Zeit rund 6500 Likes. Informationen zum neuen Standort sind noch rar, aber ein wenig ließ sich Geschäftsführer Robert Dahl (45) am Freitag schon in die Karten schauen.

Der genaue Standort für das geplante Erlebnisdorf für Familien stehe noch nicht fest, sagte der Chef des Unternehmens am Freitag gegenüber LVZ.de. In der engeren Auswahl seien drei Grundstücke im Norden, Süden und Westen der Messestadt. Klar ist aber, dass „Karls“ jeweils am Stadtrand Platz für Bauernmarkt und Kinderattraktionen suchen wird. Leipzig soll außerdem einen Hof in der Größe von Elstal bei Berlin bekommen, „das sind rund sieben Hektar.“

Als Konkurrenz zum Freizeitpark Belantis sieht “Karls“ sich nicht. Man sei im Gespräch, und „wir sehen uns eher als Ergänzung“, erklärt Dahl. Der Einzugsbereich des Erlebnishofs sei auch kleiner, setze auf Gäste aus bis zu 70 Kilometer Entfernung.

Umfrage mit „überwältigendem Echo“

Dass Leipzig als Standort funktioniert, da ist sich Dahl sicher. Unter den fast 190.000 Facebook-Fans des Erlebnishof-Konzepts seien etliche aus Sachsen. Bei einer Umfrage im Netz, wo sich die “Karls“-Anhänger eine neue Dependance wünschen, habe es aus der Region Leipzig ein „überwältigendes Echo“ gegeben. Der Erlebnishof, den viele Sachsen vom Ostseeurlaub her kennen dürften, soll in Leipzig auch eine regionale Prägung bekommen. Wie die aussehen könnte, lässt sich Dahl aber noch nicht entlocken.

Bleibt noch die wichtige Frage, wann es bei „Karls“ in Leipzig die ersten Erdbeeren zu kosten, die ersten Kletterwelten zu erobern gibt. Der Firmenchef übt Zurückhaltung: Das hänge von vielen Faktoren über Bebauungsplänen bis zu Baugenehmigungen ab. „Wenn alles perfekt läuft“, sagt er, „dann können wir im April 2018 etwas eröffnen“.

Neben der Expansion nach Sachsen ist offenbar auch ein Franchise in China im Gespräch. Wie die Ostsee-Zeitung zuletzt berichtete, will ein chinesisches Ehepaar, das wiederholt den Erdbeerhof in Rövershagen besucht hat, „Karls“ Konzept auch nach Ostasien exportieren.

Von Evelyn ter Vehn / Matthias Puppe

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