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Lokales Das wird Leipzigs neues Feuerwehrzentrum
Leipzig Lokales Das wird Leipzigs neues Feuerwehrzentrum
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00:28 29.08.2015
Das Feuerwehrzentrum an der Gerhard-Ellrodt-Straße nimmt Gestalt an. Quelle: André Kempner
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Leipzig

In Großzschocher entsteht auf einem 4,8 Hektar großen Gelände das neue Leipziger Feuerwehrzentrum. Es handelt sich um ein ehemaliges Gärtnereiareal an der Gerhard-Ellrodt-Straße – zwischen Weidenweg und Kreuzung Rippachtalstraße. Die Investitionen für den Gesamtkomplex, für den im März 2013 feierlicher Baustart war, belaufen sich auf insgesamt 32,5 Millionen Euro, davon 11,5 Millionen Euro für die Integrierte Regionalleitstelle. Der Komplex entsteht in mehreren Bauabschnitten bis voraussichtlich 2018.
 
Als erstes war die neue Feuerwache Südwest fertig. Sie arbeitet bereits seit Januar 2015. Investitionssumme: 9,4 Millionen Euro. Die neue Wache verfügt über eine große Fahrzeughalle, in der eine Grundschutzeinheit (ein Löschfahrzeug und eine Drehleiter) und der größte Teil der Sondertechnik der Leipziger Feuerwehr untergebracht werden kann – darunter Wasserrettungs-, Großtanklösch- und Wechselladerfahrzeuge. Aufgrund dieses Standortes haben sich nach Angaben der Branddirektion Leipzig die Eintreffzeiten im Westen und Südwesten Leipzigs erheblich verkürzt. Um den Freizeitpark Belantis im Notfall zu erreichen, seien früher 18 Minuten (von der Westwache in der Lauchstädter Straße) benötigt worden, jetzt zehn Minuten.

Der erste Bauabschnitt umfasst auch die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) für den Feuerwehr- und Rettungsdienst, die für die Stadt Leipzig sowie die Landkreise Nordsachsen und Leipzig – und damit für eine Million Menschen – zuständig sein wird. Die IRLS soll etappenweise ans Netz gehen – den Start übernimmt in den nächsten Wochen die Stadt Leipzig, danach folgen Nordsachsen und 2016 der Landkreis Leipzig.

Der Start für den zweiten Bauabschnitt folgt in Kürze: Ab Anfang September wird ein Ausbildungszentrum mit Seminarräumen und Büros für die Abteilung Technik hochgezogen. Über die dann existierenden idealen Bedingungen freut sich Karl-Heinz Schneider, Leiter der Leipziger Branddirektion, schon jetzt: „Das wird ein Quantensprung. Jetzt stehen uns nur Baracken aus den 1960er-Jahren zur Verfügung. Dann werden wir endlich ein anforderungsgerechtes örtliches Aus- und Fortbildungszentrum haben.“ Immerhin verfüge Leipzig aktuell über 400 Berufsfeuerwehrleute und 650 aktive Einsatzkräfte in den freiwilligen Wehren. „Für alle sind Aus- und Fortbildungen das A und O, um konsequent, schnell und hochwertig Hilfe leisten zu können und um gewappnet zu sein, Gefahren sofort zu erkennen“, so Schneider.

Für Ausbildungszwecke sind auf dem Areal in Großzschocher geplant: ein Übungsturm mit -wand sowie eine Übungsgleisanlage, an der etwa Havarien an Eisenbahnwaggons simuliert werden können. Aufgestellt werden soll außerdem ein Brand-Simulations-Container. Weil Leipzigs Feuerwehr bislang überhaupt nicht über derlei Trainingsstätten verfügt, „müssen wir uns kostenpflichtig beim Flughafen Leipzig/Halle einmieten“, berichtet Schneider. Auch das auf dem Gelände befindliche Regenrückhaltebecken soll der Ausbildung – und zwar für Maschinisten – dienen. „Und auf dem Mehrzweckfeld können sich Aktive wie auch die Jugendfeuerwehr optimal auf Wettkämpfe vorbereiten.“

Der dritte Abschnitt schließlich (Start: voraussichtlich im dritten Quartal 2016) umfasst eine feuerwehrtechnische Spezialwerkstatt sowie Schlauchwasch- und Pflegewerkstatt.

Dies ist ein Artikel aus der LVZ-Printausgabe vom 27. August 2015.

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