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Lokales Dauerfrost fühlt sich nicht so kalt an – Meteorologe erklärt „gefühlte Temperatur“
Leipzig Lokales Dauerfrost fühlt sich nicht so kalt an – Meteorologe erklärt „gefühlte Temperatur“
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16:07 02.12.2014
Gefühlte und tatsächliche Temperatur können sich je nach Windgeschwindigkeit deutlich unterscheiden. Quelle: dpa
Leipzig

Warum die oft beschworene „gefühlte Temperatur“ sogar steigt, erklärte Meteorologe Florian Engelmann auf Anfrage von LVZ-Online.

Die gefühlte Temperatur hänge vor allem von der Windgeschwindigkeit ab. „Die war in den vergangenen Tagen deutlich höher“, so Engelmann. Der Wind trage dann ständig die Wärme von der Haut weg – und schon fängt der Mensch an zu frieren. Im Sommer gelten die Regeln genauso: Fehlt der Wind, wird Wärme schnell als Hitze empfunden.

Um die gefühlte Temperatur zu berechnen, kennen die Meteorologen verschiedene Formeln. Die wiesen dann für die Leipziger Tieflandsbucht zum Dezemberbeginn Schwankungen von etwa vier bis fünf Grad von der gefühlten zur tatsächlichen Temperatur aus. Was für Meteorologen real so eben „an der Schwelle zum Winter“ rangiert, dürfte bei empfundenen Minus zehn Grad zu vermehrtem Mützen- und Handschuhgebrauch geführt haben.

Besonders extrem können die Unterschiede zwischen gefühlter und tatsächlicher Temperatur in den Bergen sein. „Wenn dort ein Sturm tobt, fühlen sich Minus fünf Grad schnell wie Minus 20 Grad an“, so Engelmann.

Thüringen bekommt ersten Schnee der Saison

Thüringen im Winterkleid: Bei Ilmenau blieb der erste Schnee der Saison liegen. Quelle: dpa

In Leipzig ist das nicht zu befürchten. Schon am Dienstag ließ der Wind leicht nach, und die Beruhigung halte an, so der DWD. Wie viel Niederschlag tatsächlich in Form von Schneeflocken in die Region rieseln wird, sei derzeit besonders schwer vorher zu sagen. Verantwortlich ist die Südost-Wetterlage. Ein Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer führe Feuchtigkeit über Tschechien in die Region. „Wie diese Feuchtigkeit sich auswirkt, ist für die Modelle schwierig zu berechnen“, so Engelmann.

In Thüringen sieht die Lage zum Beginn der Adventszeit anders aus: Schneeflocken hüllten den Thüringer Wald am Dienstag in Winterweiß. Laut Wetterdienst können die Niederschläge nach Norden wandern, so dass auch in Erfurt in den kommenden Tagen mit Schnee zu rechnen ist.

lyn

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