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Deckengemälde im Gewandhaus wird restauriert - Gille unterstützt Arbeiten vor Ort

Deckengemälde im Gewandhaus wird restauriert - Gille unterstützt Arbeiten vor Ort

Im Leipziger Gewandhaus hat am Montag die Sanierung des größten Deckengemäldes in Europa begonnen. Vor allem ein Wasserschaden hatte dem „Gesang vom Leben“ zugesetzt.

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Im Leipziger Gewandhaus hat am Montag die Sanierung des größten Deckengemäldes in Europa begonnen.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Er war 2009 nach Dacharbeiten entdeckt worden. Der Maler Sieghard Gille - ein Vertreter der Leipziger Schule - hatte das 712 Quadratmeter große Gemälde vor rund 30 Jahren geschaffen. Er malte ein Jahr an seinem Werk, das sich über mehrere Ebenen des Gewandhauses erstreckt.

Neben dem eingedrungenen Wasser haben auch Staub und UV-Licht dem imposanten Bild zugesetzt. Es ist etwas verblichen. Eine Restauratorin aus dem Bildermuseum bessert nun seit Montag die Schäden aus. Maler Gille untertsützt sie als Berater vor Ort.

Nur einer Reinigung des Bildes steht der Künstler skeptisch gegenüber. „Für mich ist das relativ schwer vorzustellen. Ich habe sehr wenig Bindemittel verwendet. Das heißt, die Farbpigmente sitzen ziemlich oben. Wenn man das reinigt, habe ich die Befürchtung, dass etwas von dem Bild weggeschrubbt wird“, sagte der 71-jährige Gille. Man müsse an einer kleinen Stelle ausprobieren, wie sich eine Reinigung auswirkt.

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Leipzig. Im Leipziger Gewandhaus hat am Montag die Sanierung des größten Deckengemäldes in Europa begonnen. Vor allem ein Wasserschaden hatte dem „Gesang vom Leben“ zugesetzt. Er war 2009 nach Dacharbeiten entdeckt worden. Der Maler Sieghard Gille - ein Vertreter der Leipziger Schule - hatte das 712 Quadratmeter große Gemälde vor rund 30 Jahren geschaffen.

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Wichtig sei ihm vor allem, dass der Wasserschaden verschwindet, sagte Gille. „Ich hätte schon lange was gemacht, wenn ich die Gerüste dagehabt hätte. Mir geht es nicht ums Geld oder die Honorierung, sondern darum, dass es schnell ausgebessert wird.“

So lange er körperlich dazu in der Lage sei, stehe er für die Arbeiten zur Verfügung. Der in Eilenburg geborene Künstler wünscht sich, dass darüber nachgedacht wird, das Glas der riesigen Fensterfront eventuell mit UV-Folien „abzudichten“, um so die Dauerbestrahlung mit Tageslicht deutlich zu reduzieren.

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Das größte zeitgenössische Deckengemälde Europas im Leipziger Gewandhaus muss dringend saniert werden.

Quelle: Volkmar Heinz

Einen Gutachten zufolge kostet die komplette Sanierung etwa 46 000 Euro. Das Geld soll nun offensichtlich durch Sponsoren aufgebracht werden, wie die „Bild“-Zeitung berichtete. Privatleute oder Firmen könnten helfen, das Projekt zu finanzieren, indem sie einzelne Figurengruppen auf dem Gemälde symbolisch erwerben, sagte der technische Leiter des Gewandhauses, Bernd Schöneich. Gedacht sind demnach etwa 150 Euro pro Quadratmeter.

Finanzielle Not macht Kultureinrichtungen erfinderisch: Erst vor kurzem hatte die Oper an das bürgerschaftliche Engagement der Leipziger appelliert. Bei einer Charity-Aktion kamen 35 000 Euro zusammen. Mit dem Geld soll ein neues Bühnenbild für die 16 Jahre alte La-Traviata-Inszenierung gebaut werden.

mro/dpa

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