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Lokales Dehoga-Meisterschaft in Leipzig: Top-Nachwuchs für Sachsens Gastronomie
Leipzig Lokales Dehoga-Meisterschaft in Leipzig: Top-Nachwuchs für Sachsens Gastronomie
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09:49 06.06.2016
Die drei neuen Landesjugendmeister (v.l.n.r.): Marie-Luise Gatzsch, Isabelle Flößel und Florian Schneider.  Quelle: Medienkontor
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Leipzig

 Unten in der Küche sausen die Messer auf die Schneidebretter, während im Festsaal oben das Geschirr klappert und sorgfältig Wasser nachgeschenkt wird. Für das Wochenende verwandelte sich die Susanne-Eger-Schule in Eutritzsch in eine Restaurant- und Hotelkulisse. Hier wurden von Freitag bis Sonnabend die 23. Sächsischen Landesmeisterschaften des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in den gastgewerblichen Berufen ausgetragen.

Auszubildende aus ganz Sachsen sind angetreten, um ihr Können unter Beweis zu stellen und das Ticket für die Deutschen Meisterschaften in Bonn zu lösen. Jeweils die ersten zwei Plätze aus den Kategorien Hotelfachmann/-frau, Restaurantfachmann/-frau und Koch/Köchin dürfen für Sachsen Ende Oktober als Mannschaft auf dem Petersberg antreten.

In der Vorrunde am Freitag wird zuerst die Theorie geprüft. Dabei scheiden bereits zwei der elf Teilnehmer in jeder Kategorie aus. Florian Schneider darf noch dabeibleiben. Er macht eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im The Westin Leipzig, am Donnerstag hat er dort seine Abschlussprüfung: „Der Wettbewerb hat mir schon jetzt die Angst davor genommen. Der Druck bei den Meisterschaften ist so groß, das ist ein super Training“, erzählt der 21-Jährige. Letztes Jahr hat er schon den vierten Platz bei den Landesmeisterschaften belegt, dieses Mal will er es auf das Treppchen schaffen. Unter den wachsamen Augen der Juroren wird am Samstag gekocht, serviert und angerichtet. Dabei zählt auch, dass Schneider weiß, wie man im englischen Stil anrichtet und dass er das Wort für Pastinaken nicht vergisst.

In der Küche der Berufsschule geht es ebenso hoch her: Unter Zeitdruck müssen hier die Köche schneiden, braten und garen, damit die Gänge rechtzeitig für die Verkostung im Festsaal fertig sind. Die neun jungen Nachwuchsköche zaubern die unterschiedlichsten Menüs – aus denselben Waren.

Marie-Luise Gatzsch, Siegerin des Vorjahres, guckt auf die Uhr. Die 23-Jährige, die ihre Ausbildung zur Köchin bei Fairgourmet in Leipzig macht, ist erleichtert. „Wenn bis zum Hauptgang nichts schief gegangen ist und man dann ungefähr bei der Mitte der Zeit ist, weiß man, dass es läuft“, erklärt sie.

Auch im Festsaal ist der Zeitdruck groß. An den neun Tischen sitzen jeweils acht Personen, die bedient werden wollen. Gleichzeitig darf man sich den Stress nicht anmerken lassen. Wolfgang Steidte, seit drei Jahren Juror, benennt, worauf es ihm bei den Restaurantfachkräften ankommt: „Wichtig ist die Beachtung der fachlichen Regeln, beispielsweise von welcher Seite etwas serviert wird, die Vorbereitung am Nebentisch, die persönliche Betreuung der Gäste und natürlich das Verhalten der Prüflinge selbst.“ Neben der Honorierung der jungen Teilnehmer dienen die Meisterschaften der Dehoga auch der Nachwuchssichtung. Armin Schumann, der Wettkampfleiter, ist begeistert: „Wir erleben hier einen motivierten Nachwuchs, der die Branche voranbringen wird. Um die Zukunft sorgen wir uns nicht!“

Nach fünf Stunden Anstrengung ist am späten Nachmittag endlich das Dessert serviert und verzehrt – ob Bayrisch Creme oder Panna Cotta. Die Jury zieht sich zurück, die Anspannung der Teilnehmer steigt nochmal an. Um 17 Uhr steht dann fest: Zwei der Sieger kommen aus Leipzig. Marie-Luise Gatzsch verteidigt ihren ersten Platz als Köchin, Florian Schneider ist der beste Restaurantfachmann Sachsens. Bei den Hotelfachkräften siegt die 20-jährige Isabelle Flößel, die ihre Ausbildung im Kempinski Dresden absolviert. Schneider strahlt vor Freude: „Ich konnte überhaupt nicht einschätzen, ob ich gut war. Ich freue mich, dass ich mein Ziel erreicht habe.“

2015 gewann Lisa Küttner aus Dresden die Goldmedaille für die Restaurantfachfrau in Bonn – vielleicht wiederholt sich dieser Erfolg ja...

Von Britt-Marie Lakämper

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