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Lokales Delitzscher Landstraße in Leipzig-Wiederitzsch soll umgestaltet werden
Leipzig Lokales Delitzscher Landstraße in Leipzig-Wiederitzsch soll umgestaltet werden
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19:13 21.01.2016
Die schmale Fahrbahn der Delitzscher Landstraße in Wiederitzsch wird auf beiden Seiten durch sehr breite Gehwege begrenzt. Quelle: André Kempner
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Leipzig-Wiederitzsch

Ob die Wiederitzscher die Bezeichnung „Neue Mitte“ annehmen, muss sich zeigen. Als Arbeitstitel taugt sie allemal,wenn dieses Gebiet des Ortsteils ein neues Gesicht erhalten soll. Torben Heinemann, Abteilungsleiter im Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA), und seine Mitarbeiterin Stephanie Radke gaben am Dienstag im Ortschaftsrat den Auftakt für das Projekt. Es soll im Rahmen der geplanten Sofortmaßnahmen für den Nordraum realisiert werden und die Lebensbedingungen der Wiederitzscher verbessern.

Das Vorhaben betrifft den Bereich der Delitzscher Landstraße zwischen Seehausener und Podelwitzer Straße, wo sich die meisten Geschäfte, Dienstleister sowie öffentlichen Einrichtungen befinden und es spezielle Anforderungen an den Bus-, Rad- und Fußgängerverkehr gibt. Ortsvorsteher Andreas Diestel (CDU) charakterisierte das Terrain so: „Die Delitzscher Landstraße ist eine schmale Straße mit sehr breiten Gehwegen auf beiden Seiten. Es wäre gut, für Radfahrer und Fußgänger durchweg sichere Verbindungen zu schaffen. Auch sollten die unterschiedlichen und unebenen Platten verschwinden.“ Von einer Umgehungsstraße halte er nichts, da dann die Geschäfte auf weniger Kunden zählen könnten – viel wichtiger sei es, Parkbuchten anzulegen, was von Ortsrätin Claudia Woyandt (Die Linke) unterstützt wurde. Heike König (Bündnisgrüne) verwies darauf, dass der Abschnitt zwischen Karl-Marx- und Seehausener Straße viel von Schulkindern per Rad oder zu Fuß genutzt wird – auch dieser Gedanke sollte in die Planungen einfließen.

„Wir wollten heute das Projekt erstmals vorstellen und hoffen auf viele Hinweise und Anregungen des Ortschaftsrates und der Bürger“, so Torben Heinemann. Auf jeden Fall sollten die „gefühlten 30 verschiedenen Bodenmaterialien“ Eingang finden in die Planung und durch einheitliche ersetzt werden. Hochbeete, so Heinemann, hätten aus seiner Sicht wenig Zukunft, denn „wenn sie richtig schön aussehen sollen, sind sie sehr pflegeintensiv“. In der bevorstehenden Vorplanung sollten Erfordernisse, Möglichkeiten und Kosten aufgelistet werden. Am Ende stehe die Frage: Was wollen und was können wir? Eventuell müsse das Projekt auch in mehreren Etappen realisiert werden.

Die zuständigen Mitarbeiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes werden jetzt gemeinsam mit Stefan Tauchnitz vom Ingenieurbüro Hanke aus Machern mehrere Varianten erarbeiten. „Diese könnten dann im Mai oder im Juni hier präsentiert und diskutiert werden“, kündigte Heinemann an an.

Zuvor bietet das Verkehrs- und Tiefbauamt für den 30. Januar einen Bürgerspaziergang an, bei dem die Planer mit den Bürgern ins Gespräch kommen wollen. Treffpunkt ist 10 Uhr vorm Rathaus.

Von Andrea Richter

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