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Lokales Demo für Erhalt von Wagenplätzen in Leipzig
Leipzig Lokales Demo für Erhalt von Wagenplätzen in Leipzig
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20:57 28.09.2018
Klare Botschaft: Demonstration für den Erhalt von Wagenplätzen. Quelle: Jürgen Kleindienst
Leipzig

Unter dem Motto „Wagenplätze“ ist am Freitag Abend eine Demonstration mit rund 200 Teilnehmern und rund einem Dutzend Fahrzeuge durch die Südvorstadt und Connewitz gezogen. Der Aufzug bewegte sich vom Ring und den Wilhelm-Leuschner-Platz über Peterssteinweg und Karl-Liebknecht-Straße bis zum Connewitzer Kreuz. Laut Polizei verlief die Demo friedlich und ohne besondere Vorkommnisse.

Leipzig gilt als Wagenplatz-Hochburg in Deutschland. Ende der 1990er- Jahre wurde an der Windscheidstraße in Connewitz der erste Leipziger Wagenplatz gegründet. Die Verantwortlichen in der Stadt dachten damals, die Lebensform sei ein Armutszeugnis und boten den Bewohnern Wohnungen an. 2001 wollte die Stadt einen zentralen Wagenplatz in Markkleeberg einrichten. Das fanden die Wagenbewohner aber nicht gut, der Plan wurde verworfen. Mit der Zeit entstanden immer mehr Wagenburgen. Aber: Das Baurecht kennt keine Wagenplätze. Allerdings kann der Gesetzgeber durchaus befinden, dass sich ein Wagenplatz in seine Umgebung einfügt – ähnlich wie bei einem Industriegebiet. Dadurch können Spielräume geschaffen werden. Lüneburg hat einen Wagenplatz legalisiert. Auch Witzenhausen in Nordhessen sieht eine Wagenburg im Flächennutzungsplan vor.

Mit einem Demo-Zug waren am Freitag rund 200 Menschen vom Ring bis zum Connewitzer Kreuz auf den Beinen.

Befürworter heben den Charakter der autarken Räume hervor, in denen etwas ausprobiert werden kann. Das belebe die ganze Gesellschaft. Gegner monieren, dass auf solchen Plätze manche Vorschriften nicht eingehalten werden, die anderswo gelten. Immer wieder um es zum Rechtsstreit – auch in Leipzig.

Von anzi/bm/jkl

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