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Demo gegen Asylpolitik: Leipziger Heimbewohner drohen mit Hungerstreik

Demo gegen Asylpolitik: Leipziger Heimbewohner drohen mit Hungerstreik

Rund 40 Menschen haben am Dienstagabend in Leipzig für bessere Lebensbedingungen von Asylbewerbern in Deutschland demonstriert. Mit der Kundgebung vor dem Hauptbahnhof zeigten sie Solidarität mit einer Gruppe iranischer Flüchtlinge aus Würzburg, die sich seit Mitte März im Hungerstreik befinden.

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Protest gegen Asylpolitik: Rund 40 Menschen kamen am Dienstagabend zu einer Kundgebung vor dem Leipziger Hauptbahnhof.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. An der Demonstration, die gegen 18 Uhr auf dem Kleinen Willy-Brandt-Platz begann, beteiligten sich auch mehrere Leipziger Asylbewerber.

Einer der Redner aus dem Heim in der Torgauer Straße drohte, zusammen mit mehreren anderen Bewohnern ebenfalls in den Hungerstreik treten zu wollen. „Wenn sich nichts an der Situation ändert, werden wir die Aktion unterstützen“, sagte der 26-jährige Iraner Amirar Dalah Rahnama. Etwa zehn Flüchtlinge aus Würzburg befinden sich derzeit im Hungerstreik. Sie fordern unter anderem die Abschaffung der Lagerhaltung in Gemeinschaftsunterkünften und der aus ihrer Sicht „menschenunwürdigen Residenzpflicht“. Anfang Juni hatten sich mehrere der Männer aus Protest sogar die Münder zunähen lassen.

Die überregional agierende Initiative Grenzenlos verteilte auf der Kundgebung in Leipzig Flyer, um über ihre Ziele sowie die Situation in Würzburg zu informieren. Die Forderungen der Hungerstreikenden würden von den Demonstranten in Leipzig „voll und ganz unterstützt", sagte Luka Bando, Sprecher der Initiative, gegenüber LVZ-Online.

Bando äußerte zugleich Kritik an der derzeitigen Flüchtlingssituation in Leipzig. Die Lebensbedingungen in der Torgauer Straße seien „sehr schlecht“, Lagerunterkünfte mit mehr als 50 Bewohnern müssten generell abgeschafft werden. Das neue Asylbewerber-Konzept der Stadt bewertete er als einen „Schritt in die richtige Richtung“.

Laut Polizei verlief die Kundgebung friedlich. „Es gab keinerlei Störungen“, so ein Sprecher des Lagezentrums am Abend.

nöß/dk

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