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Lokales Demokratiekonferenz 2011 in Leipzig zu Ende gegangen
Leipzig Lokales Demokratiekonferenz 2011 in Leipzig zu Ende gegangen
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20:00 14.10.2011
Internationale Demokratiekonferenz Leipzig: Jugendliche schreiben ihre Themen-Vorschläge auf. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Einer Mitteilung der Stadtverwaltung zufolge versprach Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) eine stärkere Einbindung von Jugendlichen bei künftigen politischen Entscheidungen. Er unterstütze außerdem den Wunsch nach besserer Vergleichbarkeit in der deutschen Bildungslandschaft sowie der Einberufung eines bundesweiten Bildungsrates zur Koordination der Konzepte verschiedener Bundesländer. Zuvor hatten rund 350 Jugendliche und junge Erwachsene zwei Tage lang über Demokratie und Mitbestimmung diskutiert. Etwa 30 Politiker wie Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) oder der Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi (Linke) brachten sich in die Gespräche ein.

Leipzig. Die 2. Internationale Demokratiekonferenz in Leipzig ist am Freitagabend mit der Forderung nach größerer Partizipation sowie mehr Mitbestimmung im Bildungsbereich zu Ende gegangen. Einer Mitteilung der Stadtverwaltung zufolge versprach Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) eine stärkere Einbindung von Jugendlichen bei künftigen politischen Entscheidungen.
Im Zentrum der Konferenz standen Workshops, in denen Arbeitsgruppen verschiedene Fragstellungen intensiv besprachen und schließlich im Plenum allen Teilnehmern vorstellten. Nach Angaben von Georg Girardet, Vorstandschef der Bürgerstiftung Leipzig und Organisator der Tagung, waren den Jugendlichen vor allem drei Themen wichtig: Demokratie in der Schule, das Verhältnis von Demokratie und Freiheit sowie die Jugendbeteiligung. „Ich bin sehr beeindruckt vom Engagement der jungen Leute“, sagte Girardet gegenüber LVZ-Online. „Sie haben sich wirklich fabelhaft eingebracht und intensiv mitgearbeitet. Vielen war die Konferenz sogar noch zu kurz.“

„Sie waren heiß auf die Konferenz“

Der ehemalige Leipziger Kulturbürgermeister zeigte sich auch mit dem Verlauf des „Open Space“ genannten Gesprächsverfahrens zufrieden. Dabei saßen die Teilnehmer im Kreis, in dessen Mitte abwechselnd einer von ihnen ein Thema vorschlagen konnte. „Die Erwartungen haben sich in vollem Umfang erfüllt“, freute sich Girardet über die in diesem Jahr neu eingeführte Diskussionsform. „Die Jugendlichen waren unglaublich motiviert und hatten sich im Schulunterricht gut vorbereitet. Sie waren heiß auf die Konferenz.“ 

Lob verteilte er auch an die Gäste aus der Politik: „Die, die da waren, haben sich wunderbar eingebracht. Bundestagspräsident Norbert Lammert zum Beispiel hatte für eine Stunde zugesagt, ist dann aber drei geblieben und hat die gesamte Zeit mit den jungen Menschen diskutiert.“ Vor Beginn der Tagung hatte Girardet allerdings noch mit einem größeren Zuspruch gerechnet. Zehn der angemeldeten Politiker kamen doch nicht nach Leipzig. „Wenn ich das Projekt vorstelle, ist die Zustimmung geradezu umwerfend“, berichtet der Organisator. „Die Bereitschaft der Politiker, daran tatsächlich teilzunehmen, ist dann aber deutlich geringer.“

2. Internationale Demokratiekonferenz am 13.10.2011 im Leipziger Gewandhaus Quelle: André Kempner

Anders als ursprünglich geplant wurde am Freitag noch kein „Leipziger Demokratiemanifest“ verabschiedet. Wie Jana Milev aus dem Kulturdezernat der Stadtverwaltung sagte, werde die Erklärung „in den kommenden Tagen“ erarbeitet. Die nächste Demokratiekonferenz soll 2013 stattfinden. „Bis dahin wird es noch drei Zwischenveranstaltungen geben, um das Thema wach zu halten“, kündigte Girardet an.

maf

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