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Lokales Demonstration soll an ermordeten Kamal K. in Leipzig erinnern – Verkehrsbehinderungen
Leipzig Lokales Demonstration soll an ermordeten Kamal K. in Leipzig erinnern – Verkehrsbehinderungen
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12:37 26.10.2013
Demonstration in Gedenken an Kamal K. im Frühjahr 2011. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Bis 20 Uhr müsse deshalb mit Behinderungen im Verkehr gerechnet werden, teilte das Ordnungsamt mit.  

Wie Maximilian Schmidt von der Initiative „Rassismus tötet!“ sagte, soll der Protestmarsch nicht nur an Kamal K. erinnern: „Zugleich kritisieren wir die fehlende politische und gesellschaftliche Sensibilität im Umgang mit rechter Gewalt. Weiterhin werden Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres sozialen Status oder ihrer Sexualität diskriminiert und in ihrer Unversehrtheit bedroht“, so der Sprecher am Mittwoch.  

Bereits am Donnerstag war am Tatort der Ermordung vor dem Leipziger Hauptbahnhof ein Denkmal eingeweiht worden. Zusammen mit der Familie des Opfers hatten Vertreter von Stadt und Beratungsstelle für rechtsradikale Gewalt (RAA) eine Tafel entwerfen lassen. Laut der AG Erinnerungskultur der Stadt Leipzig solle das Mahnmal nur der erste Gedenkort für rechts motivierte Gewalt in der Messestadt sein. Der Tod des damals 19-jährigen Kamal K. gehört zu drei Mordfällen in Leipzig, die laut Bundesinnenministerium rechtsradikalen Hintergrund haben. Nichtstaatliche Stellen gehen allerdings noch von drei weiteren Todesfällen in Leipzig aus, die ebenfalls rechtsmotiviert waren.

Einweihung des Gedenksteins für Kamal K. am Donnerstag in Leipzig. Quelle: Christian Nitsche

Der gebürtige Iraker war in der Nacht zum 25. Oktober 2010 vor dem Hauptbahnhof von zwei Neonazis angesprochen und niedergestochen worden. Er starb wenig später an seinen schweren Stichverletzungen. Die beiden Täter wurden 2011 zu Gefängnisstrafen verurteilt, das Gericht sah es auch als erwiesen an, dass die Männer aus fremdenfeindlichen Motiven handelten. Der Haupttäter erhielt 13 Jahre Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung, sein Kumpan drei Jahre Freiheitsentzug.

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mpu

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