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Lokales Demos um Flüchtlingsunterkunft Leipzig-Schönefeld verlaufen weitgehend friedlich
Leipzig Lokales Demos um Flüchtlingsunterkunft Leipzig-Schönefeld verlaufen weitgehend friedlich
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15:33 17.07.2015
Die Proeteste für und gegen die Flüchtlingsnotunterkunft in Leipzig-Schoenefeld am Montagabend blieben nach Angaben von Beobachtern und Polizei weitgehend friedlich. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Die Initiative „Refugees Welcome“ konnte dagegen rund 700 Demonstranten mobilisieren. Am Rande kam es zu Rangeleien mit der Polizei.

Die Beamten trennte beide Gruppen mit Fahrzeugen und Einsatzkräften. Die Kundgebung gegen die Flüchtlings-Notunterkunft begann mit einer halben Stunde Verspätung um 19.30 Uhr. Dabei war den Anmeldern erlaubt worden, 25 Fackeln zu entzünden. Bei der Versammlung, die mit dem Motto „Leipzig steht auf! Bürgerwille vor Minderheitenpolitik!“ angemeldet worden war, sprachen Politiker der rechtsextremen NPD. Nach Angaben der Polizei wurde die Kundgebung gegen 20.15 Uhr beendet.

Einsatzkräfte der Polizei räumten die Kreuzung Löbauer-/Volksgartenstraße, nachdem Gegendemonstranten die Querung zeitweise besetzt hatten. Dabei kam es zu Rangeleien zwischen Demonstranten und Polizeibeamten. Im Anschluss wurden gegen vier Versammlungsteilnehmer Anzeigen wegen Körperverletzung ertstattet. Zu Festnahmen kam es nach Angaben der Polizei jedoch nicht. Insgesamt waren rund 250 Polizisten im EInsatz.

An dem Protest gegen die Kundgebung der Flüchtlingsheim-Gegner beteiligte sich auch die „Willkommensinitiative Schönefeld“, an deren Mahnwache nach Polizeiangaben rund 150 Menschen teilnahmen, unter ihnen Pfarrerin Grit Markert von der Schönefelder Matthäuskirchgemeinde und der frührere Pfarrer der Thomaskirche Christian Wolff.

Stadträtin Juliane Nagel (Linke), Anmelderin von "Refugees Welcome" zeigte sich nach Ende der Versammlung erfreut: "Ich finde es überwältigend, dass so viele Menschen bei dieser Kälte für Asylsuchende auf die Straße gegangen sind." Jürgen Kasek, Sprecher von Leipzigs Grünen, kommentierte: "Die Übergroße Mehrzahl der Kundgebungsteilnehmer heute abend hat sich für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit ausgesprochen." Damit sei die Frage, wer eine Minderheitenpolitik vertrete, eindeutig beantwortet.

Leipzigs Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) hatte mit seinen Dezernatsmitarbeitern ebenfalls an den Protesten gegen die Flüchtlingsgegner teilgenommen. Er kündigte am Rande der Vesammlungen an, dass die Flüchtlinge pünktlich am 31. März in die neuen Unterkünfte in der Markranstädter Straße 16/18 in Plagwitz und in der Pittlerstraße 5/7 in Wahren umziehen könnten. Das Schulgebäude des früheren Fechner-Gymnasiums soll dann renoviert und ab Herbst wieder als Schule genutzt werden.

chg

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